Archiv für ‘Innovationen’

April 1st, 2014

Die Ästhetik des Zufalls (sexuelle Selektion)

Schönheit im Auge der tierischen Betrachterin musste nicht die von Raffaels Madonna sein. Der gründliche Blick auf das Ornament brachte daher Mängel zutage.

Julia Voss, «Darwins Bilder»

Februar 14th, 2014

→ Today is Darwin Day! “@wortumdrehung: Darwin’s kids drew all over the On The Origin of Species manuscript.”

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Source: Twitter, The Appendix


Februar 5th, 2014

→ The Isolator, a helmet invented in 1925 that encourages focus and concentration, by Hugo Gernsback

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Source: Twitter, RT @akkrause

s.a. Hugo Gernsback

Januar 13th, 2014

Chemie des Cyborgs

Forscher des KIT haben vor Kurzem einen spannenden und trotz Paywall (fragen Sie Ihre Bibliothek) sehr empfehlenswerten Überblicksaufsatz zur Verknüpfung technischer Systeme mit Lebewesen veröffentlicht. (Die Chemie [Kapitel 4] habe ich mangels Kenntnissen überblättert.) Aus der Präambel:

Die Bezeichnung „Cyborg“ ist ein Akronym für einen kybernetischen Organismus, der eine Chimäre aus einem lebenden Organismus und einer Maschine beschreibt. Infolge der zahlreichen Anwendungen intrakorporaler medizinischer Systeme sind Cyborgs nicht mehr nur Gegenstand der Science-Fiction, sondern technisch gesehen tatsächlich bereits ein Teil unserer Gesellschaft. In diesem Aufsatz fassen wir die Entwicklungen bei modernen Prothesen und Schnittstellen zwischen Gehirn und Maschine (brain-machine interface; BMI) zusammen und diskutieren die jüngsten Entwicklungen bei implantierbaren Systemen mit einem Fokus auf biokompatibler Elektronik und Mikrofluidik, die für die Kommunikation und Kontrolle von Organismen benutzt werden. Wir beschreiben neueste Beispiele von Tier-Cyborgs und deren Relevanz für die biomedizinische Grundlagen- und Anwendungsforschung sowie für die Bioethik in diesem neuen und aufregenden Bereich an der Schnittstelle zwischen Chemie, Biomedizin und den Ingenieurwissenschaften.

Quelle: Robotergesetze: Die Chemie des Cyborgs / @robotergesetze Deutsche Forscher äußern sich zur Chemie des Cyborgs

Daniel Suarez soll übrigens mit seinem Sci-Fi-Thriller «Kill Decision» hinsichtlich der Tier-Cyborgs gar nicht so weit weg vom Stand der Dinge sein…

Dezember 26th, 2013

Hugo Gernsback

Hugo Gernsback schaut eine Fernsehübertragung von seinem Rundfunksender WRNY auf dem Cover der Novemberausgabe 1928 von Radio News.
Quelle: Wikimedia Commons

Ich vermute, man kann den realen Einfluss von Hugo Gernsback – dem schillernden badisch-luxemburgischen Entrepreneur – auf die technische Intelligenzija, auf die Community in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts nachträglich nicht messen und deshalb nicht wirklich hoch genug einschätzen. Seine in Amerika publizierten, lehrreichen Elektrik- / Elektronik-Versandkataloge, seine technisch-wissenschaftlichen Periodika (mit erheblichen fiktionalen, inspirierenden Ingredenzien) dürften mindestens so anregend und prägend für die Zielgruppe gewesen sein, wie z. B. Steve Jobs frühe Apple-Bastel-Sets bzw. dann Apple I/II oder Richard Stallmans Free-Software-Initiative etwa ein halbes Jahrhundert später.

Seit 1953 wird der Hugo-Award vergeben. – Noch bis zum 12.01.2014 läuft im Karlsruher ZKM die kleine aber feine Ausstellung «Die Gernsback Prophezeiung. Father of Science Fiction».

Literatur:
Franz Pichler, Hugo Gernsback und seine technischen Magazine. Von „Science Facts“ zu „Science Fiction“ und „Cold Facts“. Zum Leben und zum Werk eines ungewöhnlichen Luxemburgers in den USA, Linz, 2013

Centre national de littérature (Ed.): Hugo Gernsback. An Amazing Story, Mersch, Luxemburg, 2009

Gernsback im Luxemburger Autorenlexikon

November 24th, 2013

[...] ich glaube aber, daß das Leben selbst Zweck sey

Heute endlich in der Georg-Büchner-Ausstellung in Darmstadt gewesen und positiv überrascht worden.

Auf einer Tafel zu einem Manuskript – Rezension eines Mitschüler-Aufsatzes über den Selbstmord, Wintersemester 1830/1831 – steht:

„[...] ich glaube aber, daß das Leben selbst Zweck sey, denn: Entwicklung ist der Zweck des Lebens, das Leben selbst ist Entwicklung, also ist das Leben selbst Zweck“, so schrieb Büchner als Gymnasiast. In seiner Probevorlesung in Zürich sagte er drei Monate vor seinem Tod: „Die Natur handelt nicht nach Zwecken, [...] sondern sie ist in allen ihren Äußerungen sich unmittelbar selbst genug. Alles, was ist, ist um seiner selbst willen da.“

Dies soll mir als Gegengewicht zum für mich immer noch kaum erträglichen Volksgerichtshof-Wohlfahrtsausschuss-Zitat dienen, das aus «Dantons Tod» / Robespierres Mund und damit aus dem Kontext gerissen immer noch am Hauptbahnhof prangt.

November 15th, 2013

→ Gumbrecht - Digital/Pausen: Geist der Software: an Insider's View

Hans Ulrich Gumbrecht fragt sich,

wo der Geist in der Gegenwart angekommen ist und wo er — Widerspruch wie produktives Weiterdenken anregend – nun strahlt, anders formuliert: zu fragen, wo jedes Jetzt sein intellektuelles Zentrum hat

Er wird nach Gesprächen mit einem Softwareingenieur im Silicon Valley (Oracle) fündig und orakelt auch, was Quantum Computers bringen wird. …read more

Source: Instapaper Liked

November 5th, 2013

→ This Programmable 6,000 Part Drawing Boy Automata is Arguably the First Computer, and it Was Built 240 Years

This Programmable 6,000 Part Drawing Boy Automata is Arguably the First Computer, and it Was Built 240 Years …read more

Source: This is colossal | Twitter