Artikel getaggt mit ‘Architektur’

August 4th, 2011

Island: Historisches

Keine Ausführungen zur isländischen Geschichte, dafür einige Bilder von musealen historischen Orten und Gebäuden.

Dabei ist häufig die Torfbauweise zu sehen. Torfplaggen statt das knappe Holz für die Wände und Grassoden auf den Dächern sorgten für eine gute Wärmeisolation. Die Beständigkeit dieser Bauweise bei Erdbeben soll sich in der Vergangenheit erwiesen haben.

Einige (Außen-)Aufnahmen von den Torfgehöften in Glaumbær, Laufás und Holár (zweiter Bischofssitz auf Island), und anderes.

August 4th, 2011

Island: Häuser, Orte

Der typische Charme, der von einigen Fischerdörfern und kleinen Städten auf dem Lande ausgeht, beruht oft auf der Verwendung intensiv farbigen Wellblechs. Wellblech scheint der einzig wirksame Baustoff zu sein, der einigermaßen den Widrigkeiten von Wetter und Klima trotzt.

Mitunter halten sich aber auch einige typische Holzhäuser in den Orten, wobei Holz ein sehr knapper Baustoff ist.

Die Torfbauweise ist rein historisch.

Einige Beispiele aus Reykjavík, Breiðavík, Þingeyri, Bolungarvík und Keflavík.

September 7th, 2010

Costa Brava 2010

21 Tage Barcelona, Montserrat, Costa Brava, Cap de Creus (Wandern und Sightseeing, Mitte August bis Anfang September) sollen hier kursorisch dokumentiert werden. Die Stationen im Einzelnen: Barcelona – Les Fonts de Terrassa – Montserrat – Palamós – Begur – Pals – Torroella de Montgri – L’Escala / Empúries – El Port de la Selva – Cadaqués – Barcelona.

    
    


Die Liste der Eindrücke ist natürlich ellenlang, ich greife hier nur Einiges heraus.

Barcelona:
Miquel Barceló total, vor allem »La solitude organisative, 1983-2009« im CaixaForum (Barceló begeistert mich, wie schon vor einem Jahr in Venedig)
natürlich mein absoluter Architekturfavorit, der Pavillon von Mies van der Rohe (mit Georg Kolbes Morgenröte)
die Plätze in la Ribera, el Raval und el Gòtic
wie leicht es ist, seine Brieftasche los zu werden

Montserrat:
die Canyons, die die heutigen Rinnsale Riera del Morral und Riera del Moli östlich von Olesa de Montserrat schufen – damals, als sie noch wirkliche Flüsse waren
das Sommergewitter und die Bergtouren im Montserrat – in 1200m Höhe auf Felsen aus Muschelkalk zu sitzen ist ein gutes Gefühl
nach der Gipfelwanderung auf den Sant Jeroni Caravaggios »Hl. Hieronymus / Sant Jeroni« im Montserrat-Museum

Costa Brava:
das abendliche Leben in der Altstadt von Begur, vor allem auf dem Placa de Villa
die Geckos von Torroella de Montgri, und die Fiesta Mayor
die Ausgrabungsstätten griechischer und römischer Besiedlung von Empúries
die Sternschnuppe über El Port de la Selva
der Abstieg vom Kloster Sant Pere de Rodes nach Selva de Mar
der gut dreitägige Tramuntana auf dem Cap de Creus
die coolen Hunde und Katzen von Cadaqués

Ein paar Fotos und Tipps…

Dezember 1st, 2009

Short Cuts #6

Ein Betriebsrestaurant gewinnt den DAM Preis für Architektur in Deutschland 2009! Das Dach muss wirklich eine beeindruckende Sache sein, zumindest lassen das Modell und die Fotografien dies erahnen. Ansonsten ist der Preis vor allem eine Feier für realisierte Museumsprojekte, aber auch eine Landmarke und ein Kuhstall sind unter den Finalisten.
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Heute trat der Lissabon-Vertrag in Kraft. Aus diesem Anlass eine undotierte Quizfrage: Wo steht das höchste Gebäude der EU? – Der Ostberliner Fernsehturm von 1969 ist knapp nur das zweithöchste Bauwerk. (mehr »)
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Der Hype um die Botticelli-Ausstellung im Städel verspricht mehr, als dann letztlich zu sehen ist. Immerhin sind aber auch ein paar echte Botticellis zu bewundern, z.B. Simonetta. Überhaupt vermögen mich nur die Porträts zu überzeugen.
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Für Liebhaber von Adventskalendern unter den Freunden des Films gibt es das berühmt-berüchtigte (Eigenwerbung) Exemplar der Mainzer Filmklasse. Studierende der Akademie für Bildende Künste zeigen täglich einen neuen kurzen oder sehr kurzen Film. Hinter den Kalendertürchen (bzw. den Umzugskartons) verbergen sich cineastische Wundertüten.
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Das Museum Brandhorst in München gehört übrigens auch zu den ausgezeichneten Architekturleistungen 2009. Nur ein paar Meter weiter kann man sich am kommenden Wochenende von Lebkuchen, Punsch & haltbaren schönen Dingen bezirzen lassen: Weihnachtsausstellung in der Werkstatt einzelstücke4.

November 14th, 2009

Nach der Utopie

So war im September 2003 ein Artikel in brandeins überschrieben. Es ging um Ulrich Müther, der verdammt dünne hyperbolisch paraboloide Betonschalen entworfen und vor allem auf Rügen umgesetzt hat. Ich las damals das erste Mal etwas über Müther; wenn ich zuvor seine Schalen in natura gesehen hatte, dann ohne Wissen um den Urheber. (Das Ahornblatt in Berlin war längst abgerissen.) Im Dezember des gleichen Jahres konnte ich dann den 1981 gebauten, futuristisch anmutenden Rettungsturm #2 am Binzer Strand auf Rügen selbst bewundern, noch vor der gelungenen Sanierung. – Der Baumeister Müther starb 2007.

Müther äußerte gegenüber dem Autor des o.g. Artikels die Hoffnung, dass der Betonschalenbau noch nicht ganz kaputt sei. Dabei war die Zeit, in der man mit solch immensem Aufwand wirtschaftlich bauen konnte, lange vorbei. Unter technischen Aspekten dagegen ist der Betonschalenbau noch nicht überholt.

Die Züricher Architekten Rahel Lämmler und Michael Wagner widmen sich intensiv Müthers Werk, ordnen die Archivalien, bereiten eine Wanderaustellung vor – und sie haben ein Buch veröffentlicht: »Ulrich Müther Schalenbauten in Mecklenburg-Vorpommern«. Mit diesem wirklich tollen Buch haben sie den erstmals vegebenen Architekturbuchpreis 2009 in der Kategorie ‘Historische Monographie’ des Deutschen Architekturmuseums in Frankfurt (DAM) gewonnen.

Lämmler und Wagner:

Am besten lasen sich Müthers Schalenkonstruktionen selbstverständlich vor Ort entdecken. Seine schwebenden Hyparschalen belohnen mit einem ungewohnt modernen, ästhetischen Vergnügen und lassen Euphorie und Fortschrittsglaube erahnen.

Wenn man warum auch immer nicht auf die Insel Rügen fahren kann, das Büchlein ist mehr als ein Trost.

Links: Website zum Buch, Video in der Reihe km42 bei SpOn