Artikel getaggt mit ‘Computer’

Dezember 22nd, 2009

Short Cuts #7

Was war und ist und mir wichtig bleibt kann man – auch wenn hier lange Funkstille ist – natürlich immer in den Clips rechts im Blog sehen, bei den “bookmarks@delicious” und den “Empfehlungen”. Trotzdem füttere ich jetzt hier kurz das Netz: Schirrmachers »Payback« (Das hatten wir hier schon.) wird anderswo nicht nur (von den üblichen Verdächtigen) nicht verstanden und heruntergemacht. Es gibt auch tolle Rezensionen und Diskussionen in den Kommentaren, auf Qualitätsseiten eben: Begleitschreiben und weissgarnix. Wobei bei Letzterem einige Kommentatoren ziemlich ruppig sind und hauptsächlich um ihrer selbst willen kommentieren und trollen. #55 bringt’s auf den Punkt, im schlechtesten Fall sind

Internetdiskurse [...] komischerweise völlig linear, sie löschen aus, was sie kommentieren, weil es ums kommentieren geht, nicht um die source.

Schirrmacher selbst scheint das Bornierte kaum ertragen zu können; er legt nach.
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Bolaño bleibt mir 2010 erhalten: »2666« geht, »Die wilden Detektive« kommen!
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Die Wintersonnenwende ist geschafft.

November 28th, 2009

Du mußt dein Leben ändern | Payback

Dies ist ein mitreißendes, philosophisches Poem von Durs Grünbein: »Vom Schnee oder Descartes in Deutschland«. Es war im Winter 1619, als Descartes und sein Diener in einem Kaff bei Ulm frierend festsaßen, angesichts des später so genannten Dreißigjährigen Krieges. Grünbein lässt Descartes im Selbstgespräch und nach langem Abwägen sagen:

Du mußt, René, dein Leben ändern.

Das war, aus Descartes’ Perspektive, fast 300 Jahre vor Rainer Maria Rilkes Finale im Gedicht »Archaïscher Torso Apollos«, aus der Grünbeins immer noch gut 6 Jahre vor Sloterdijk und Schirrmacher.

Aber das ist nicht so wichtig, dieser Imperativ soll ja, seit Rilke in den allgemeinen Zeitgeist eingeflossen sein.

Aber in Wahrheit waren es die Mathematiker, die René Descartes’ Satz »Der Körper wird den Geist immer beim Denken behindern« am meisten zustimmen konnten.

So steht’s in Frank Schirrmachers neuem Buch »Payback«, und das Zitat benennt ganz gut die Voraussetzungen für den aktuellen Wandel in unserem Verhältnis zum / mit dem Computer, mit dem Netz, in das unser Denken immer mehr auswandert, die Übergänge verwischen. Schirrmachers Buch ist kein Pamphlet gegen Computer, im Gegenteil, er sieht die Informationstechnologie als etwas an, dass zum Spannendsten gehört, was unsere Generation erleben kann. Dafür bringt er viele Beispiele. Und da er diagnostiziert: Unsere Werkzeuge verändern unsere Umwelt, vor allem aber verändern sie uns selbst, schreibt er mit der Überzeugung, der zufolge wir heute in den Lehrbüchern der Informatik nachschauen sollten, wenn wir etwas über unsere geistige Abstammung erfahren wollen. Schirrmacher hat mehr als einen Blick in Bücher, Studien und Paper gewagt, hat mit wissenschaftlichen Koryphäen verschiedenster Fakultäten geredet. (Damit ist er gedanklich weiter, sieht mehr Zusammenhänge und potenzielle Entwicklungen als seine meisten Rezensenten, die kaum die Oberfläche der Ich-Erschöpfung durchdringen und den Text spätestens beim Wort Aufmerksamkeitsstörung abhaken. Es ist übrigens auch kein Buch gegen Google, gegen das Internet. Im Gegenteil, man muss nur lesen können.)

Ach ja, im zweiten Teil, nach der Diagnose, kommt dann der Aufruf zum Üben, zum Trainieren, zum Leben-Ändern, damit wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen können. Die Argumentation erscheint mir schlüssig, wenn Schirrmacher zeigt, was nur wir als unvollständige, fehlerhafte und schöpferische Wesen können. Überraschende Perspektivwechsel, Fehlertoleranz, der souveräne Umgang mit Unsicherheiten gehören dazu. Dazu muss man den Muskel, also die Willenskraft stärken. [...] Es geht um Krafttraining für den Muskel der Selbstkontrolle. Und es geht um die Bildung der Zukunft, um eine qualitativ andere Bildung, die lehrt, Computer zu nutzen, um durch den Kontakt mit ihnen das zu lehren, was nur Menschen können.

Ob das allein, und wozu eigentlich, hilft?

Kursiver Text: Zitate aus Frank Schirrmacher, Payback, München 2009


Mai 15th, 2009

Flowcharts

Karl Kleine, Informatik-Prof an der FH Jena, hat seine schon beachtliche Sammlung von Historic Documents in Computer Science zugänglich gemacht: Manuals zu Programmiersprachen, die kaum noch jemand kennt, für die Informatik grundlegende Patente, und – ziemlich geekig – Schablonen zum Anfertigen von Flowcharts.

Meine Schablone habe ich noch aus der Zeit des Studiums, sie ist also nicht ganz so alt wie seine.

(via information aesthetics)

Februar 6th, 2009

Früher war mehr Testbild

Hier zum Beispiel das eines Apple //e beim Systemtest.

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Februar 6th, 2009

Apple //e

In einem Abstellraum (Archiv) voller Gerümpel habe ich zwei Apple //e Baujahr 1983 sowie einen Monitor gefunden. Meine Neugierde war zunächst nicht zu bremsen.

Der Monitor funktioniert noch klaglos, beide Computer waren nach dem Einschalten nahezu sofort betriebsbereit, auch der Systemtest funktioniert bei beiden wie beschrieben:

   

Allerdings fand ich weder ein Diskettenlaufwerk noch (Apple DOS-)Disketten zum Booten, und so bin ich ziemlich ratlos.

  
Klick auf’s Bildchen!


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