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→ eine Frau mit Cowboyhut und Gitarre singt eine „Ode an die Künstliche Intelligenz“

Der Film «Computer Chess» von Andrew Bujalski, besprochen bei Telepolis und in der filmgazette
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Source: Twitter

München

»Il Gattopardo« von Visconti erneut (?) gesehen, im Theatiner-Filmkunst – zerschrammtes Zelluloid von 1962, toller Film, passend zur kürzlichen Lektüre von David Gilmours »Auf der Suche nach Italien«.

s.a.

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Dann die Sammlung Siegert im Stadtmuseum: ein deutlich besser kuratierte Photo-Ausstellung als die Mannheimer!

s.a.

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In der Theatiner-Passage im Schaufenster eines Hutladens gesehen:

Huete

R.I.P. filmz.de

Bildschirmfoto 2013-01-02 um 16.40.30

Hoffentlich bleibt das Archiv am Leben, auch von hier wurden viele Links gesetzt.

Das Netz – Lutz Dammbeck

Lutz Dammbecks Film »Das Netz« war 2005 Thema hier im Blog. Da Michael Wald die Videos in der Tube gefunden und verlinkt hat, gibt es hier ein kurzes Auftauchen.

(alle 12 Teile)

Wochenende in München (Architekturfilmtage)

Ein langes Wochenende in München mit vollem Programm. Nach langer Zeit traf es sich gut, zu den 12. Architekturfilmtagen dort zu sein. Die Tagen standen unter dem Motto »Architektur | Reflexion | Transparenz«. Dieses Mal haben wir fünf der sechs Vorstellungen gesehen:

»Mies« (Regie+Buch: Michael Blackwood) sowie »Hearst Tower, New York« und »Torre Agbar, Barcelona« (Regie+Buch: Sabine Pollmeier, Joachim Haupt) in der ersten Vorstellung. Später dann noch »Les Mysteres du Château du De (Die Geheimnisse des Würfelschlosses)« (Regie+Buch: Man Ray) sowie erste Bilder (work in progress) des spannenden Projektes »Haus Tugendhat« (Regie+Buch: Dieter Reifarth) am ersten Abend; Dieter Reifarth beantwortete dann noch zahlreiche Fragen ausführlich.

Am Samstag dann (für uns) nur der Spielfilm »Chloe« von Atom Egoyan – der Film spielt zu großen Teilen im von Drew Mandel gebauten gläsernen Ravine House (siehe auch dort).

Am Sonntag dann zunächst »La Villa Santo Sospir« (Regie+Buch: Jean Cocteau) und »Aita (Vater)« (Regie+Buch: José María de Orbe) sowie »If Buildings Could Talk« (Regie+Buch: Wim Wenders) und »Le Paysage Interieur (Die innere Landschaft)» (Regie+Buch: Michel Wintsch). Die beiden letztgenannten Filme zeigten das futuristische Rolex Learning Center der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL).

Was bleibt: Wieder einmal ein den Kult um Mies van der Rohe mehrender Film (von 1985), interessante filmische Berichte über zwei nicht gewöhnliche Hochhäuser, eine spannende Vorschau auf den für 2013 zu erwartenden Tugendhat-Film von Reifarth, ein visuell und akustisch sehr beeindruckender Film des Basken de Orbe (»Aita«) sowie eine spannende Reportage über den Bau des Rolex Learning Centers in Lausanne. (Wenders‘ manierierte 3D-Etüde kann man getrost vergessen.)

Das Programm mit einem Feature von Fritz Göttler: PDF beim Veranstalter, oder hier.

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Und dann noch: Erneut zum Staunen den Lepanto-Zyklus von Cy Twombly im Museum Brandhorst besehen. Die Entdeckung des Wochenendes war der obere Raum in der Buchhandlung Lentner am Marienplatz – der schönste Literaturraum Münchens. Das ist Eigenwerbung, die stimmen könnte.


Der Abgesang oder Das Turiner Pferd

»Das Turiner Pferd« von Béla Tarr ist ein visuell faszinierender Film, der sechs Tage lang einen Vater, seine Tochter, sein Pferd beobachtet, deren Existenzen sich in Richtung Abgrund bewegen, bei dem am Ende einfach alles aus geht, Licht, Ton, Bild. Béla Tarr inszenierte ihn als seinen letzten Film. – Sehenswert, noch einmal ins Kino gehen!

Offizieller Trailer
Rezension von Ciprian David anlässlich der Berlinale 2011
Rezension von Andreas Kilb
Film beim Basis-Film Verleih Berlin

Barbara

Kurzfilmprogramm | Rundgang

Morgen ist wieder eine Gelegenheit für einen Rundgang an der Kunsthochschule Mainz, wobei speziell das Kurzfilmprogramm der Filmklasse interessiert. 11 neue Filme stehen auf dem Programm, bin gespannt.

[UPDATE: War sehr schön, originelle gute Filme waren dabei.]

Meek’s Cutoff

»Meek’s Cutoff« ist den Kinobesuch auf jeden Fall wert. Gestern waren fast so viele Besucher im Mainzer Palatin, wie im Film Darsteller spielten. Immerhin.

Die amerikanische Indie-Regisseurin Kelly Reichardt hat einen intensiven Film über Aspekte des Oregon Trails 1840f. gedreht. Das traditionelle 4:3-Format erweist sich für die Konzentration als förderlich. Das Licht, die Farben, der Sound, die Story, die Figuren – alles ist treffsicher arrangiert und keine Sekunde langweilig. (Vielleicht ist Michelle Williams als Emily Tetherow schon ein klein wenig zu viel „Star“.) Es geht um Vertrauen, um konkurrierende Vorstellungen über den zu gehenden Weg. Dass diese konkreten Konflikte zwar eskalieren, aber nicht gelöst werden sondern offen bleiben, gefiel mir.

In den Jahren 1840 bis 1870 durchquerten mehr als eine Viertelmillion Menschen den amerikanischen Kontinent, um den Westen der USA zu besiedeln. Lillian Schlissel, 1982 bei Erscheinen des Buches Direktorin des Seminars für American Studies am Brooklyn College in New York, hat die Tagebücher von westwärts gehenden Frauen zusammengetragen, kommentiert und mit zeitgenössischen Photos versehen: »Frauentagebücher aus dem Wilden Westen«. Darin, auf Seite 45, findet sich folgendes Zitat der damals 13jährigen Lucy Hall Bennett, das den Hintergrund der Story des Filmes erläutert:

Wir trafen Steve Meek, der uns von einer besseren Route nach Willamette Valley erzählte. Ein Teil des Zuges weigerte sich, diese Abkürzung zu nehmen, und zog auf der alten Emigrantenstrecke weiter, aber viele folgten Meek auf dem Weg, der seither ‚Meeks Abkürzung‘ heißt… Die Route war zuvor von den Pelzhändlern der Hudson Bay Company benutzt worden und war vielleicht für Lastpferde geeignet, aber sicher nicht für Emigranten auf Ochsenkarren. Das Wasser war voller Alkali, man konnte es kaum trinken. Es gab nur wenig Gras, und nach kurzer zeit hatte all unser Vieh wunde Füße von dem spitzen, steinigen Untergrund. Nachdem mehrere aus unserer Reisegruppe gestorben waren, wurde deutlich, daß Meek absolut nichts über die Route wußte.

s.a. die Rezension auf ZEIT-Online, Christoph Hochhäuslers virtuellen Meek’s Cuttoff Filmclub, Thomas Grohs Besprechung beim Perlentaucher (zweite Hälfte des Textes)


Sonntagslektüren #1

Vier interessante Artikel in der heutigen FAS:

Julia Schaaf über Nicolette Krebitz (aktuell erstklassig im wirklich sehr sehenswerten Film »Unter dir die Stadt« von Christoph Hochhäusler) – »Am Tisch mit schönen Frauen«:

Wer über das Aussehen von Frauen redet, wenn es eigentlich um ihre Arbeit gehen sollte, untergräbt ihren Wert und ihre Position.

Nils Minkmar über den „Mangel an Reflexion, Argumentation und intellektueller Redlichkeit” deutscher Außenpolitik angesichts Gaddafis: »Der Terror den wir dulden«.

Man kann nicht am Ende der Welt das Leben von Soldaten für Prinzipien riskieren, die man am Mittelmeer verrät.

Ulf von Rauchhaupt empfiehlt eine ganze Menge spezieller Apps: »Daddeln für den Wissensdurst«.

Und schließlich, versteckt im Regionalteil: »Zwischen Frankfurt und Frankreich« – Florian Balke über Peter Kurzeck und dessen neuen Roman »Vorabend«. (Balke moderiert die morgige Lesung Kurzecks in Frankfurt, der Beginn von dessen Lesetour 2011.)