Monthly Archives: Oktober 2005

P.H. und Schönheit III

Schönheit als das Begleitende, der Schimmer, der Wahrheitsfindung

Labiler Schönheitsmensch: das Ausbleiben der Schönheit macht ihn böse – noch böser macht ihn die Häßlichkeit

Wenn er die Schönheit empfand, dachte sich in ihm von selber sein Kind herbei

Gegen Abend: die Mädchen werden schöner, und ich werde schöner (Leidseplein)

Mein, zeitweises, Bedürfnis nach Schönheit in Gestalt einer Frau, auch nur (vor allem?) im Vorübergehen: es ist fast ein Hunger, etwas beinah Herzzerreißendes. (Wie sagte sie? Der Mann, ein hungry hole?) Und wenn die Schönheit da ist? Ist sie da

Nofretete = »Die Schönheit ist da, ist angekommen« = heute das weiße Schmetterlingspaar auf der leeren Mittagsstraße nach Albana

Die Idealherrschaft der Schönheit: indem sie jeden besänftigt und jeden an das erinnert, was er war

Wozu stachelt mich die Schönheit auf? Immer dazubleiben

Quelle: weitere Fundstellen zu einem alten Thema hier aus »Gestern unterwegs«


Herbst in Berlin II

     


Ethikseminar mit Joseph Weizenbaum

Joseph Weizenbaum auf Tour, gestern in Darmstadt, heute in Potsdam. Die darmstädter Veranstaltung ist dort vermutlich gut zusammengefasst, weil: es war gestern dort in Darmstadt sicher ähnlich wie heute in Potsdam (im größten und dennoch überfüllten Hörsaal der FH). Zumindest der Pullunder war der gleiche, das annekdotenhafte Erzählen – ein Vorrecht der weisen Alten bzw. alten Weisen – ebenso. Weizenbaum plauderte über den Wandel der nicht nur sein Wissenschaftlerleben begleitenden Fragestellung: von „Der Einfluss der Gesellschaft auf die Computertechnologie“ (Kalter Krieg, Militär, Miniaturisierung usw.) zu „Der Einfluss der Computertechnologie auf die Gesellschaft“ (Ubiquitäres Computing, Embedded Systeme usw.). Er sieht das Beherrschen der eigenen Sprache als Schlüsselqualifikation, eine vorrangige Aufgabe für Eltern und Schule.

Joseph Weizenbaum hat eine Mission, will in seinen Vorträgen und Gesprächen transportieren, dass verantwortungsvolles, idealistisches Handeln jedes Einzelnen in einer materialistischen Welt („Wir leben in einem Irrenhaus.“) möglich und notwendig ist. Dass dies die einzige Chance, die einzige Quelle von Hoffnung ist, die er sieht. In seinem Geschichtsskeptizismus scheint er Stephen W. Hawking ähnlich zu sein, er sieht nicht nur Manhattan bald unter Wasser. Trotzdem sieht Weizenbaum Inseln der Vernunft, die solle man stärken, und Brücken zwischen ihnen bauen.

P.H. und Schönheit II

Der Anblick des Schönen (der Aufblick) ist immer ein Anblick für. »Schau, wie schön!« Und er umarmte den, die andere

Das Schöne, auch wenn es dich nicht merkt, gibt dir den Blick zurück – mehr: »die verfeinerte Wiederholung deines Blickes im Geist« (siehe John Keats)

Naturschönes und Kunstschönes: das Naturschöne erscheint mir in der Regel »allzu« schön; durch diese Schönheit verschwindet das Wohlgefallen; es, das Naturschöne, macht mich, mit der Zeit, unruhig. Das Kunstschöne dagegen (be)stärkt das Wohlgefallen und beruhigt mich, und zugleich regt es mich (schön) auf; es schafft, in der Fremdheit des naturschönen, den Durchlass

Kopfstütze Schönheit

Die Schönheitsempfindung in der Müdigkeit; einzig als Müder unter Menschen, empfindet der einzelne auch sich selber als schön

Heute habe ich zum ersten Mal seit langem, in einer Stufengasse von Perugia, wieder die Leere erblickt (ja), und das war Schönheit

Quelle: weitere Fundstellen zu einem alten Thema hier aus »Gestern unterwegs«


Herbst in Berlin