Monthly Archives: Juni 2006

Suspense 2.0


(wer Text zu den Bildern will: telepolis)

Offside

Coole Mädels und tumbe Jungs vom Lande in Uniform, erstere wollen ins Stadion und danach mit der iranischen Mannschaft nach Deutschland zur WM, letztere wissen gar nicht so richtig, worum es da drinnen im Stadion eigentlich geht: Fussball, Gesellschaft in Absurdistan – das geht nur, das geht sehr gut als Komödie. Offside.


Aus einem Kommentar in der IMDB:

However, thinking now about Offside, it’s hard to imagine it as anything other than a comedy, because the situation it presents is so obviously ridiculous. As the women demand to know why they can’t watch the soccer match and their captors struggle to answer, the only possible outcome is comedy. What makes Offside most affecting is that the young women are not portrayed as activists attacking the system. They are simply soccer fans and patriots, and despite the fact that they are clearly being treated unfairly, they never lose their focus on the match and the historic victory that is within their nation’s grasp.


Lightning Map

Zentralafrika, der sogenannte schwarze Kontinent ist der hellste Flecken auf der Erde. Zumindest blitzt es da am häufigsten. Dies visualisiert eine Lightning Map der NASA. Auf geology.com wird die Karte erklärt, wozu sie nützt aufgelistet und ein HiRes-Image derselben angeboten.




(via BLDG-Blog)

Schanghai-Connection

Soweit ich lese, ist die NZZ die einzige Zeitung, die sich in einem Kommentar dem jüngsten Treffen der Schanghai-Connection genannten Staatenverbindung widmet. Der Bericht ist distanziert bis skeptisch: weil die teilnehmenden Länder zum Teil Autokratien, Militärdiktaturen, Theokratien und mehr oder weniger schwache Demokratien – also so ganz und gar anders als „wir“ – sind, sollen China, Russland, Indien, Iran, … geopolitisch bedeutungslos sein?

Wenn sich dies ‚mal nicht, über kurz oder lang, als fahrlässiger Irrtum herausstellt!

Altersweise?

»Rather Ripped« ist große Klasse. – Besser sagte es Gerrit Bartels gestern in der taz:

Wenn eine Band wie Sonic Youth bemerkt, dass sie mittlerweile 25 Jahre Musik macht, veröffentlicht sie einfach ein neues Album, das beweist, dass ihre Zeit immer noch dauert. Man könnte auch sagen, „Rather Ripped“ ist das beste Sonic-Youth-Album seit langem, ohne dass die vergangenen drei, vier Alben schlecht gewesen wären. […] „Rather Ripped“ ist das etwas andere Sonic-Youth-Album geworden, vielleicht das ausgeschlafenste, entspannteste, ruhigste und in sich geschlossenste Album, das Sonic Youth je gemacht haben. Man ist geneigt, von einem Hit-Album zu sprechen, so als hätten sich die vier […] entschlossen, Melodien, Beschwingtheit, Schönheit und songdienliche Verzierungen endlich einmal à la longue zuzulassen […] So punkig-unruhig das Cover von „Rather Ripped“, so verhalten-dramatisch und niemand etwas mehr beweisen müssend die Songs. Sie alle sind trotzdem unverkennbar Sonic Youth. Solche Bassläufe, solche Gitarrenläufe, hell, dramatisch, plinkerplinkerplinker, auch verzerrt, die hört man nur hier, getragen weiterhin von einer dezenten Achtzigerjahre-Underground-Melancholie. Und Kim Gordon singt, im Wechsel mit Moore und Ranaldo, weiterhin so, als wollte sie selbst im gestandenen Alter noch die Blaupause für alle Riot-Girls dieser Welt abgeben. […] Schwer, ein oder zwei Glanzpunkte herauszuheben, das sind die Stücke fast alle. Selbst die […] langen Songs […] sind keine Demonstrationen in Sachen instrumenteller Uferlosigkeit, tragen kein Gran Zerstörungslust in sich, sondern erfreuen sich an den einmal gefundenen und erdachten Themen. […] In der Ruhe liegt der Sex. Und in der Weisheit des Alters sowieso.


Sommer. Klitzekleines Handy-Flimmern.


Vorratsdatenspeicherung

Die GI wird mir immer symphatischer!

(s.a. GI lehnt Denkmodell zum Verkauf von Personalausweisdaten ab)