Monthly Archives: Juli 2006

Originale brauchen Kopien

Unter dieser Überschrift stellt die Gesellschaft für Informatik (GI) in einem Positionspapier ihren Standpunkt zum Regierungsentwurf zum 2. Korb der Urheberrechtsnovelle dar. Im Einzelnen wehrt sich die Informatikervereinigung gegen die Absichten, mit der Novelle
• den öffentlichen Zugriff auf elektronisch vorliegende Wissensbestände einzuschränken,
• den Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen die Möglichkeit zu nehmen, urheberrechtlich geschützte Werke einem ausgewählten Nutzerkreis über das Intranet zugänglich zu machen (Entfristung des §52a) – hier verlangt die GI, die bisherige Regelung von Bibliotheken, Archive und Museen auf alle Bildungs- und Forschungseinrichtungen anzuwenden,
• den Bibliotheken weiterhin den Versand digitaler Kopien unabhängig von Angeboten der Verlage zu verbieten sowie
• das Umgehen von technischen Schutzeinrichtungen zur Erstellung von Kopien für den rein privaten Gebrauch und wissenschaftliche Zwecke unter Strafandrohung zu stellen.

Wieder kann ich der GI-Position nur zustimmen.

(s. GI-News und heise.de)

Bahnhofsuhr

Seit einigen Jahren sind Uhren, wahrscheinlich aus Kostengründen, aus dem öffentlichen Raum nahezu verschwunden. So auch auf den Bahnhöfen, wo sie maximal noch als „Mini-Portlet“ in Anzeigetafeln integriert sind. So war ich heute angenehm überrascht, auf meinem S-Bahnhof diesen neu installierten Klassiker vorzufinden.

Poznań

Poznań, knapp 3 Zugstunden von Berlin entfernt und daher gleich nebenan, ist eine Reise wert! Eine interessante, lebendige Universitätsstadt, voll mit Sehenswertem in der historischen Altstadt wie dem Alten Marktplatz und dem Dom.

Auf der Poznań Summer School of Bioinformatics an der Biologischen Fakultät der UAM hatte Antje einen Vortrag gehalten. Die Summer School fand auf dem neuen Campus der Universität statt: die Ausstattung der Hörsäle und PC-Labs, das gesamte Ambiente, alles ist vom Feinsten.


     


Danach erlebten wir einen sehr schönen Abend mit Zofia und Artur – vielen Dank für eure Gastfreundschaft!

Und am Samstag gab’s Stadt pur.

    

mehr Bilder von der Dominsel, aus der Stadt…


Herr Lehmann

Es gibt ’ne Menge Frauen, die stehen auf Jens Lehmann. Nicht erst seit den Bildern von der WM oder dem atemberaubenden Gaga-Interview mit Frau Lierhaus. Aber es dürften mehr geworden sein, seit dem.


Frau Lierhaus interviewt Herrn Lehmann, die letzten 30 Sekunden des Videos

Frau Neudecker zum Beispiel. Oder Dee:

Ab dieser WM werde ich an jedem Wettbewerb teilnehmen, der als Hauptgewinn einen Tag mit Jens Lehmann verlost.

Mehr für Fans: die unglaubliche Lehmann Show – 2005-06 with Arsenal

Den Zidane machen

Dies könnte eine bleibende Redewendung werden…

Wie’s geht, sieht man da. (Ich liebe das Web.)

Beim Perlentaucher ist Zidane der Link des Tages.

Torloses Woodstock

Ja, ich weiß, noch ist’s nicht zu Ende. Zwei Spiele stehen noch aus, aber man darf trotzdem schon ‚mal etwas zusammenfassen, was in der Tendenz so offensichtlich ist, dass die Aussage Bestand haben wird. Hans Ulrich Gumbrecht, „unser“ Mann in Stanford (s.a. hier), definiert den „globalisierten Fußball“, wie wir ihn in den letzten Wochen sahen, als

„ein Spiel, das die Räume für die Ballaufnahme enger macht und für Pässe in den freien Raum verschließt; ein Spiel, in dem Ballsicherung und das Warten auf momentane Fehler beim Gegner im Vordergrund stehen; ein Spiel, das für große Strategen wie Pele oder Beckenbauer keinen Platz mehr hätte, aber beschleunigende und dann wieder verlangsamende Katalysatoren wie Zidane braucht; ein Spiel vor allem, das körperliche Fitness und kollektive Intensität belohnt.“

Und die partymäßige Stimmung kommentiert er, darin nah bei Theweleit, so:


Fussball, WM und Statistik

Die Information Builders liefern eine OnTheBall Statistik für die zu Ende gehende Fussballweltmeisterschaft. Diese ist ein hübsches webbasiertes Spreadsheet mit Sortieroptionen für jedes Kriterium. Zu diesen gehören u.a. auch Schwalben, Wutausbrüche, vorgetäuschte Verletzungen und Hymne nicht gesungen. Italien führt bei den Schwalben, Frankreich bei den Wutausbrüchen, Serbien-Montenegro beim Hymne-Nicht-Singen und Deutschland bei, aehm, den Fouls.

(via Computerwoche.de)