Monthly Archives: Dezember 2006

Un-Sprache

ie Krise der Geisteswissenschaften – da hilft auch keine Imagekampagne – ist auch ein Dilemma ihrer Protagonisten: so verquast-abgehoben, wie der Kölner Studiendekan Burckhardt das Faktum und die Notwendigkeit Diversity für eine moderne Gesellschaft beschreibt, kann das nur eine gewollte Abgrenzung und Isolation durch Sprache, eine gewollte Selbststilisierung sein.

Eine Camouflage für heiße Luft, am Lehrstuhl / Institut.

(gefunden via gedruckter Zeit, Textbruchstücke aus der Kölner Unizeitung s.u.)


Pause



Maximum City

Eine Leseempfehlung für Menschen, die wissen wollen, wie Indiens größte Stadt tickt: »Bombay Maximum City«.

Suketu Mehta ist nach über 20 Jahren in seine Heimatstadt zurückgekehrt, um mit seiner Familie wieder dort zu leben. Nach etwas über zwei Jahren hat er das Experiment abgebrochen, es erschien ihm zunehmend aussichtslos. Das Buch ist eine literarisch spannende Reportage über Menschen und Zustände in den Boombranchen Terror, Prostitution sowie Film und den Zusammenhängen zwischen diesen.

Atemberaubend, sehr intim. Und trotzdem sachlich-nüchtern.

Vorsprung durch Technik

Japan ist weltweit die am schnellsten alternde Gesellschaft. Und die Japaner sind technik-affin. Sicher lohnt also mehr als ein Blick nach Fern-Ost, um zu lernen statt über den schrumpfenden Methusalem zu schwadronieren.

Das japanische Wirtschaftsministerium fördert die Robotik mit einem jährlichen Wettbewerb, dem sogenannten Roboter-Oskar, für bereits auf dem Markt befindliche Roboter. Die Branche boomt, gegenwärtig sollen jährlich 4,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt werden. Insbesondere den Haushalts- und Altenpflegerobotern gehört die Zukunft.

Wenn ich dereinst sabbere und nicht mehr selber essen können sollte: MySpoon füttert mich bestimmt weniger genervt als überforderte menschliche Pfleger!

(s. Florian Rötzers Artikel bei Telepolis)

Arbeiten, wie man leben will

Aus Anlass meines vor 5 Jahren abgebrochenen Selbstexperiments kommt jetzt hier – mit doch etwas Wehmut & Reue – Werbung: Wir nennen es Arbeit. Tusch!

Bildermahl

Ein Film für die persönliche To-See-List.

„Unser täglich Brot“ ist ein Bildermahl im Breitwandformat, das nicht immer leicht verdaulich ist – und an dem wir alle Anteil haben. Eine pure, detailgenaue Filmerfahrung, die dem Publikum Raum für eigene Erkenntnisse lässt.

(Website zum Film, Ankündigung bei filmz)

Stay on the scene, like a sex machine

James Brown, * 3. Mai 1933, † 25. Dezember 2006