Monthly Archives: Dezember 2007

Noch mehr Memorabilien

Beim Aufräumen, im Keller, gefunden & nicht entsorgt sondern fürs Museum aufgehoben:

      

Mosaic is a Netscape is a Firefox

Aus aktuellem Anlass beim Aufräumen gefunden:

(Thx, Gertrude „Rose“ Stein)

Merkwürdiges Brandenburg

Brandenburg entvölkert sich, insbesondere die jungen Frauen zieht es woandershin. Zurück bleibt also Tristesse.

Studien über diesen Prozess gibt es genug, Konzepte, die den Schrumpfungsprozess gestalten helfen sollen, wohl auch. „Abzugsprämie soll Dörfer entvölkern“ war das bisher härteste Resümee.

Viele Bewohner und Politiker im Land Brandenburg empörten sich. Und doch scheint ihnen nichts anderes einzufallen, als sich quasi selbst ins Museum zu setzen und auf Schaulustige zu hoffen. So wie beim Ein-Leuchten in Letschin. Das mag zwar ganz hübsch sein, aber ist sicher kein Zukunftskonzept.

Bei einer Befragung im Rahmen einer Studie des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität kam nun heraus, dass Brandenburger Schüler ganz gerne die DDR-Zeit verklären – über diese Zeit aber noch weniger wissen als die Schüler in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Berlin. Fast alles was sie zu wissen glauben, stammt nicht etwa aus der Schule, sondern nährt sich aus familiärer Überlieferung…

(s.a. Rainald Grebe, Brandenburg)

Travemünde


Einpacken, Aufbruch (1)

Johann Wolfgang von Goethe war wohl zu seiner Zeit überall dabei, wo sprichwörtlich Geschichte geschrieben wurde. So auch bei der Belagerung von Mainz, der alten Reichshauptstadt (sic!). Seine Notizen hat er 30 Jahre später zu einem fiktiven Tagebuch (s. Text beim Projekt Gutenberg-DE) verarbeitet.

Aus dem vor kurzem beim Societäts-Verlag erschienenen Buch (kein Link, das Buch findet man nicht mehr auf der Verlags-Webseite, deshalb Link zur DNB) erfahre ich, dass die Koalitionstruppen das alte Mainz in Schutt und Asche geschossen hatten, nicht viel blieb unversehrt.

Das Haus in der Heiliggrabgasse im Schatten des Doms soll damals schon gestanden haben. Mehr Fakten werden noch zu erforschen sein.

Assorted Cocktail

Tourist, Freund der Fotografie, weilst du in den nächsten Monaten in Berlin, dann geh‘ ins alte Postfuhramt in der Oranienburger Str.! Dort residiert seit einiger Zeit (vorübergehend?) die Galerie c/o. Es gibt die um die Welt tourende Werkschau »Assorted Cocktail« des englischen Magnum-Fotografen Martin Parr zu sehen.

Parr ist bekannt für seine grellen, schonungslosen Bilder, die die oft grenzwertige Ästhetik des Alltags der britischen Mittel- und Unterschicht zeigen. Die Ausstellung zeigt Bilder aus Mexiko, Glasgow, New Brighton (Merseyside bei Liverpool), Deutschland, den Un-Orten des Massentourismus, … Das Grelle, die über-satten Farben als Stilmittel passen sehr gut zu den Motiven.

Ich finde ganz und gar nicht, dass Parr die Menschen vor der Linse denunziert, auch wenn ich mir gelegentlich ein Lachen kaum verkneifen konnte.

Wenn die Leute beim Betrachten meiner Bilder gleichzeitig weinen und lachen, dann ist das genau die Reaktion, die die Bilder auch bei mir hervorrufen. Die Dinge sind weder grundsätzlich gut noch schlecht. Ich bin immer daran interessiert, beide Extreme darzustellen.

(Parr-Bilder via Google)

News about Tilda

Die NZZ brachte am Samstag ein kurzes Portrait von Tilda Swinton (eine meiner drei Schauspieler-Favoritinnen). Es gibt einen hoffentlich guten Grund dafür: Die Coen-Brothers bringen 2008 „Burn After Reading“ in die Kinos. Die Personalia lassen großes Kino erwarten!