Monthly Archives: Februar 2008

…von der Schale zur Gefäßplastik

Ich trommle jetzt und hier für Julia: auf nach Darmstadt ins Keramikum!
Am 24.2. war Vernissage.

Einpacken, Aufbruch (8)

Auf geht’s, die Schlüsselgewalt über Wohnung und Büro ist weg, der Zug wartet nicht.

     
Starthilfen, von lieben Kolleginnen und Freunden.



P.S.: Wie schreibt man „Mainz“? Fragte mich eben die Dame in der Brandenburger Bezügestelle.

Berlinale 2008

Fünf Berlinale-Filme habe ich noch geschafft: gestern die unvergleichliche Tilda Swinton als Julia in Eric Zongas gleichnamigem Road Movie, Showdown in Tijuana. Das war, wegen Tilda, der einzige Wettbewerbsfilm – nicht nur in diesem Jahr, sondern seit meinem ersten wirklichen „Berlinale-Jahr“, 2003. Die anderen Sektionen, vor allem das Forum und auch das Panorama, sind einfach interessanter.

Dann, ebenfalls am Sonntag, den israelischen Film „Flipping Out“ über entlassene junge Wehrpflichtige, die sich anschließend in Indien Drogen aller Art hingeben – und nicht vergessen können. Der israelische Staat, Orthodoxe und Rückhol-Versicherungen haben eine fürsorgliche Infrastruktur aufgebaut.

Über den arg gekünstelten australischen Film „Corroboree“ schweige ich ‚mal einfach. Der ebenfalls am Freitag gesehene „If One Thing Matters“ über Wolfgang Tillmans ist eine völlig unkritische Huldigung der Eitelkeiten Tillmans durch den Regisseur, zeigt viele detailverliebte Momente, ist aber wegen fehlender Widerhaken uninteressant.

Balikbayan Box„, ein philippinischer Film, erzählt leise und unaufdringlich vom dörflichen Leben; drei Jungen stehen im Mittelpunkt. Ganz unaufdringlich, sozusagen nebenbei werden die existenziellen Sorgen der Dorfbewohner gezeigt. Zum Beispiel der Alkoholismus der Männer, Mundraub, Tötungsverbrechen, ins Arbeitsexil strebende Frauen.

Einige der Filme waren digital. Doch egal ob Standard oder High Definition Video, die Sägezähne / Treppenmuster, verwischten Konturen / Schlieren, fehlende Tiefe: das ist Terror fürs Auge!

Einpacken, Aufbruch (7)

Bin gestern, en passant, noch einmal im für mich eindrucksvollsten, schönsten Berliner Gebäude gewesen: Mies van der Rohes Neue Nationalgalerie. Licht und Schatten lockten, ich musste improvisieren und das Handy zücken…

Einpacken, Aufbruch (6)

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin gibt sich ganz modern, natürlich auch mit seinem Frontend Bürgeramt. Und so wird auf der Webseite unter Kontakt prominent mit einer Mailadresse – Klick mich! – geworben.

Wenn man dort am 31. Januar eine einfache Anfrage in einer Meldeangelegenheit stellt und ein Ja- / Nein-Reply erwartet, dann wird man enttäuscht. Also schreibt man zum Beispiel am 5. Februar erneut, gibt auch seine volle postalische Anschrift an; vielleicht antwortet man ja nur ausgewiesenen Bürgern, wirklichen bezirklichen Schäfchen? Und wirklich: daraufhin setzt eine Sachbearbeiterin des Amtes am 8. Februar als Antwort ein Kreuz auf dem Formular (WiB 110 – Kurmitteilung – Allgemein / 05.03) und gibt dieses in die Hauspost. Zugestellt wird mir die Antwort dann am 14. Februar.

eGovernment wie es leibt und lebt.

Corporate Wiki

Gartner & Co. reden ja schon einige Zeit davon, weisen schon seit ein paar Jahren dem Corporate Web 2.0, egal ob in Gestalt eines Blogs oder Wikis, seinen Platz auf ihrem Hype Cycle zu. Im Real Life sind mir – von meinem etwas abseitigen Standort aus gesehen – keine Fälle bekannt, bei denen die Experimentierphase vollständig überwunden wurde, bei denen mit diesen Tools ein für das Unternehmen oder die Organisation essentielles Wissensmanagement aufgebaut wurde.

Die Computerzeitung interviewt Gunter Dueck, der bei der IBM 2007 Bluepedia als Corporate Wiki initiiert hat. Dueck spricht vor allem und völlig zu Recht von der notwendigen Freiwilligleit, von der eigenwilligen Community, vom Faktor Mensch.

Technisch ist es kein Problem, aber die Community muss entstehen.

Und Dueck argumentiert gegen das Geschwafel vom unnützen, die Arbeitszeit vertändelnden Zeugs. Das kommt dann oft und gerne von denen, die wichtige Wissens-Fitzel via Telefon bei Kollegen suchen – für sie vielleicht effizient, die Angerufenen aber brutal störend.

Es gibt auch ein paar eigene Erfahrungen in der Sache. Im Sommer 2007 hatte ich ein Blog (und webbasierte Gruppenkalender) für das Bibliotheksteam aufgesetzt. Es soll die Kommunikation auch mit den vielen Teilzeitbeschäftigten und studentischen Hilfskräften verbessern. Alle rezipieren dies teils begeistert, es gibt keine Rundmails mehr. Der Sprung zur aktiven Teilnahme ist allerdings noch lange nicht geschafft.

Es lässt sich nicht erzwingen. Was tun?

Einpacken, Aufbruch (5)

Die – gefühlten – Habseligkeiten sind transferiert, inzwischen gut in Mainz angekommen. Die leere Wohnung ist fast fertig gemalert.

Noch ein paar Tage in Berlin ausharren: Gut dass es um die Ecke „Marcello“ als Ersatzwohnzimmer gibt. Und gut, dass Berlinale ist: Am Freitag und Sonntag, den Putztag einrahmend, gibt’s je drei Filme aus Australien, Deutschland, Israel, Kanada und von den Philippinen. Und „Julia“ mit Tilda Swinton!