Monthly Archives: Februar 2009

Neupositionierung der Informatik

Timo Glaser (TU Berlin, Informatik und Gesellschaft) hat in Informatik Spektrum einen Text zur notwendigen Neupositionierung der Informatik zur Diskussion gestellt.

Seine Argumentation zur „Positionierung und Darstellung der Informatik als Struktur- und Koordinationswissenschaft und der Informatiker als interdisziplinäre Systementwickler und -analytiker“ unterstütze ich voll und ganz. Dies ist nicht nur für die wahrzunehmende gesellschafts- und technologiekritische Rolle notwendig, auch würde sich die Attraktivität des Berufsbildes für bisherige „Verweigerer“ verbessern. Der „Computer-Freak“ bestimmt leider immer noch das öffentliche Bild der Informatik-Studierenden, hält vor allem weibliche Studieninteressierte davon ab, Informatik zu studieren.

Ich glaube allerdings nicht, dass ein verändertes Selbstbild, wenn es sich denn durchsetzen würde, unmittelbar oder in notwendig kurzer Zeit eine differenziertere Wahrnehmung in der Gesellschaft nach sich ziehen würde. Da gibt es keinen Automatismus, und Klischees halten sich länger, als man wahrhaben will.

Glaser zitiert Lessig und die vier Regulatoren des gesellschaftlichen Systems. Meine Beobachtung ist, dass Exekutive und Legislative oft genug nicht einmal das Recht (als staatliches Regulierungsinstrument) ernst genug nehmen, sondern regelmäßig über die Grenzen der verfassten Bürgerrechte hinausgehen (Vorratsdatenspeicherung etc.). In einem zweiten Schritt sollte deshalb vielleicht darüber nachgedacht werden, wie Anhörung und Mitwirkung der Informatiker bei den gesellschaftlich relevanten Entscheidungen erzwungen werden kann.

Happy Birthday, Charly!

Darwin ist Pop, nun ja. – Die Programm der Party klingt vielversprechend; auf geht’s!

Rundgang

Nachdem wir im vorigen Jahr angenehm überrascht waren, wollen wir ‚mal schauen gehen.

(filmklasse-mz.de)

Früher war mehr Testbild

Hier zum Beispiel das eines Apple //e beim Systemtest.

Apple //e

In einem Abstellraum (Archiv) voller Gerümpel habe ich zwei Apple //e Baujahr 1983 sowie einen Monitor gefunden. Meine Neugierde war zunächst nicht zu bremsen.

Der Monitor funktioniert noch klaglos, beide Computer waren nach dem Einschalten nahezu sofort betriebsbereit, auch der Systemtest funktioniert bei beiden wie beschrieben:

   

Allerdings fand ich weder ein Diskettenlaufwerk noch (Apple DOS-)Disketten zum Booten, und so bin ich ziemlich ratlos.

  
Klick auf’s Bildchen!


Tilda im Glück

Nettes Portrait von Tilda Swinton in Augsteins neuem Freitag, vom Guardian übernommen.

Und ein kleines Interview mit ihr in der Zeit.

Schließlich beginnt heute die Berlinale.

Charts Music

Johannes Kreidler hat Melodien aus Aktienkurven arrangiert. Den „vorfinanzierten Hörsturz zur Finanzkrise“ kann man sich auf KULTURTECHNO holen: Charts Music.

Kreidler bloggt auch über die Reaktionen auf das Stück: U.a. wird anderswo ernsthaft diskutiert, ob die Aktienkurse geistiges Eigentum seien. Dann würde mit Charts Music eine Urheberrechtsverletzung vorliegen, und in dieser Wunde rührt Kreidler ganz bewusst auf seine aktions-künstlerische Art. Nicht erst mit diesem Stück, nicht erst seit der GEMA-Aktion.

(via Moewenglanz)