Ärger mit Linux

Mit Christian Kirsch hatte ich Anfang der 90er das erste Mal virtuell zu tun, es ging so weit ich mich erinnere um irgendeine Konfigurationsfrage in den Untiefen von XFree86. Ich schätze seitdem seine Sachkenntnis.

Nun hat er die Nase gestrichen voll von Linux auf dem Desktop, vom schon nicht mehr schleichenden Qualitätsverlust, von den ständigen Konzeptwechseln und damit einhergehenden neuen Baustellen zwischen den Versionen, z.B. bei den Filesystemen, der Soundunterstützung, der Grafikunterstützung. Kurz gesagt: ihm stinkt die fehlende Kundenorientierung.

Zwar geht es hier um Suse, und der Anlass ist die aktuelle Opensuse 10.3, aber man macht es sich mit einem Verweis auf andere Distributionen zu einfach. Irgendwann in ihren Lebenszyklen bauen alle ihren eigenen Mist. Nach dem letzten Linuxtag und dem darauf folgenden Antesten von Distributionen habe ich über den allerorten gefeierten Ubuntu-Kram nur kurz gelacht. Inzwischen kann ich dem eher konservativen Konzept des Original-Debian einen gewissen Reiz nicht mehr absprechen.

Wahl-Freiheit der Distribution schön & gut – aber eigentlich will ich arbeiten. Insofern möchte ich hier Kirschs letzte beiden Sätze unterstreichen:

Ein Schritt dahin könnte sein, den Anwender nicht als Opfer, sondern als Kunden zu sehen und statt fragwürdiger Verbesserungen im Untergrund ein kohärentes, intuitiv benutzbares, stabiles und gut dokumentiertes System bereitzustellen. Mac OS X existiert.

(sieh Editorial iX 12/2007)

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