Berlinale VI

Eine Woche Berlinale-Urlaub ist zu Ende: 18 Filme, viele Stunden visueller Erlebnisse, zwischendurch gelegentliches Relaxen im hobbykeller, jede Menge Espresso und last but not least dank einiger Filme und Diskussionen am Vorurteile-Abbauen gearbeitet…

Der deutsche Film »Am Rande der Städte (On the outskirts)« von Aysun Bademsoy berichtet von „Deutschländern“, von ehemaligen türkischen Gastarbeitern und Heimkehrern, die am Ende ihres Arbeitslebens in ihrem Heimatland den Ruhestand genießen wollen. Sie haben ihr Geld in Wohneigentum in bewachten Wohnanlagen am Rande solcher Städte wie Mersin, Antalya und Izmir angelegt, leben recht wohlhabend, sind aber in der Heimat fremd nach all den Jahren, sind ausgegrenzt, finden keinen Kontakt mehr. Die meisten Probleme haben jedoch die Kinder, für die der Urlaub oft zur ungewollten Rückkehr wurde.

Sechs Kurzfilme zum Berlinale-Abschluss: je einer aus Palästina (aus dem eingemauerten), Israel (Frauen in der Armee), Neuseeland (junge Maoris sprayen aus den gleichen Motiven, aus denen fast überall auf der Welt gesprayt wird) – und Korea (Reminiszenzen an die Schulzeit), zwei aus Spanien (Thunfischfang vor der spanischen Küste für Abnehmer in Japan, die Kriminalstory eines Junkies).

Myself, El cerco (The Fence), Yasmine Tugani (Yasmine’s Song), Cajas (Boxes), Hayelet Bodeda (The Substitute), The Speaker

    

One Comment

  1. Julia Freitag, 17. Februar 2006

    Schön, Deinen “Berlinale-Urlaub” hier miterlebt zu haben. Klingt nach einer interessanten Auswahl… aber wie Du selbst geschrieben hast: Alles andere sieht man ja dann sowieso (viel zu lang) im Kino bzw. könnte es.

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