Bologna und Campus Management

Es ist ja eigentlich klar, dass die Universitäten viel größere Probleme im Bologna-Prozess, bei der Umstellung der Studiengänge auf Bachelor / Master haben als Fachhochschulen.

Deshalb ist es schon etwas irre, an einer großen Uni zum Wintersemester 2006 die Studiengänge umzustellen und gleichzeitig SAP einzuführen, für die Studenten- und Prüfungsorganisation (Studienpläne, Notenerfassung, Veranstaltungsplanung usw.). Das da einiges drunter und drüber geht, ist klar. Die Qualität der Datenerfassung wird unzureichend sein, ist anzunehmen.

Im heutigen Spiegel-Online-Artikel wird die Situation durch alarmistische und von Unwissenheit geprägte Berichterstattung weiter angeheizt. Der sachlich (einzige) richtige Satz kommt von FU-Vize Väth: Es sei „nicht die Software, es sind die Regeln, über die wir diskutieren müssen“, sagt Väth. „Campus Management ist nur der Brennspiegel, der die Probleme mit dem Bachelor sichtbar macht.“

Ja, der Bachelor sorgt nun mal für mehr Stringenz, für ein kürzes Studium – und die praktische Unvereinbarkeit von Studium und parallellem Jobben.

One Comment

  1. Niklas Freitag, 16. Dezember 2005

    Deshalb ist es schon etwas irre, an einer großen Uni zum Wintersemester 2006 die Studiengänge umzustellen und gleichzeitig SAP einzuführen, für die Studenten- und Prüfungsorganisation.

    Nee, nee, die Umstellung auf die neuen Studiengänge erfolgte in etlichen Studienfächern bereits lange vor der Einführung des SAP Campus Managements in diesem Semester. Durch den wachsende administrative Aufwand wurde dann die Einführung einer Software unvermeidlich, um den in diesem Semester zu erwartenden Kollaps zu verhindern. Ursprünglich sollte das alles mit HISPOS gelöst werden, doch davon ist man dann wieder abgekommen (auch aber nicht nur aus datenschutzrechtlichen Gründen), mit dem Resultat dass zur Zeit Studienkonten in beiden Systemen parallel geführt werden.

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