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Fotoausstellungen im Juli – Les Rencontres de la Photographie 2016

3 Tage Mitte Juli, die Ausstellungen der 47. Les Rencontres de la Photographie locken.
Die gesehene Ausstellungen (in zeitlicher Reihenfolge):

„From Document to revelation. His photographs and legacy“ – Sid Grossman im Espace van Gogh
„END.“ – Eamon Doyle im Espace van Gogh
„Yokainoshima“ – Charles Fréger in der Église des Trinitaires
„Looking beyond the edge“ – Don McCullin in der Église Saint-Anne
„Parfaits Imperfections“ im Palais de L’Archevêché
„The method of loci“ – Stéphanie Solinas im Cloître Saint-Trophime
„Syrcas“ – Maud Sulter in der Chapelle de la Charité
„More sweetly play the dance, 2015“ – William Kentridge im Atelier de la formation
„Systematically open?“ – Walead Beshty, Elad Lassry, Zanele Muholi und Collier Schorr im Atelier de la mécanique
„Radical relation“ – Ethan Levitas / Garry Winogrand in der Grande Halle
“A history of misogyny, chapter one: on abortion“ – Laia Abril im Magazine Électrique
„Carte blanche Olympus“ – Michael Ackerman im Palais de Luppé
„Pas de deux“ – Kazuo Ohno by Eikoh Hosoe and William Klein in der Chapelle du Méjan
„The bench“ – Hans Silvester in der Chapelle du Méjan
„Restricted areas“ – Danila Tkachenko in der Chapelle du Méjan
„Phenomena, a close encounter with a reality of aliens and UFOs“ – Sara Galati, Peter Helles Eriksen und Tobias Selves Markussen im Ground Control
„Tear my bra“ – Gruppenausstellung über Drama und Fantasy in Nollywood, im Ground Control
„Operation Condor“ – João Pina im Musée Départemental Arles Antique
„Lady Liberty“ – The photographic making of an icon, im Musée Départemental Arles Antique
„Nothing but blue skies“ – 9/11 in den Medien, in der Chapelle Saint-Laurent le Capitole
„Battlefields“ – Yann Morvan in der Chapelle Saint-Laurent le Capitole
„Western colors“ – Bernard Plossu im Salle Henri-Comte

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Für mich ragten dabei die Ausstellungen END von Eamon Doyle (zu seinem Buch mit Dubliner Straßenporträts), Pas de deux von Eikoh Hosoe und William Klein, Radical relation von Ethan Levitas / Garry Winogrand, Battlefields von Yann Morvan sowie Restricted areas von Danila Tkachenko heraus.
So reizvoll der Mix von Antike und Moderne, von römischen Ruinen und mittelalterlichen Kirchen für die Präsentation der Fotografie ist: Der Parc des Ateliers wird, so mein Tipp, künftig noch stärker auftrumpfen, wenn nicht dominieren. (Der Turm von Frank Gehry – Center for Human Dignity and Ecological Justice – soll 2018 übergeben werden.)

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Die ersten beiden Aufnahmen sind aus der Ausstellung END von Eamon Doyle im Espace van Gogh (1. Etage). Alle anderen Aufnahmen sind im Parc des Ateliers der LUMA Arles entstanden.

Arles 2016

3 Tage Mitte Juli in Arles. Die Stadt wird von der Fotografie geprägt, die Eröffnungswoche der zum 47. Mal stattfindenden Les Rencontres de la Photographie ist gerade erst vorbei. 40 offizielle Ausstellungen und etwa 100 Off-Ausstellungen, letztere unübersehbar annonciert – aber teils schwer auffindbar.

Ein paar Impressionen.

Funde (6)

Bersarin über Kriegsfotografie: Die Bilder des Krieges: Eine Ästhetik des Schreckens oder ästhetische Lust am Schrecklichen? sowie Kriegsgebiete – Anja Niedringhausʼ „At war“

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Warren Richardsons komplette Serie „Refugee Crisis Hungary“ – aus der das World Press Photo of the Year 2016 stammt.

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Die Bilder der griechischen Fotografin Antigone Kourakou, entdeckt über diesen Beitrag auf Monovisions.

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Der italienische Fotograf Riccardo Ceccato berichtet von einer Fotoreise in Japan und sieht dies wie ein Aufenthalt in einem Paralleluniversum: Losing Perception of Space and Time, Japan, as seen by a Gaijin

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Ein Freelens-Interview mit Julia Baier über Street Photography und ihre spezielle Interpretation, Bilder am Wasser: »Die schönsten Geschichten schreibt das Leben selbst«.

Funde (5)

Sehr, sehr, verdammt sehenswert: Die Monochrome Awards 2015 in den Kategorien Abstract, Architecture, Conceptual, Fashion / Beauty, Fine Art, Landscapes, Nature, Nude, People, Photojournalism, Photomanipulation, Portrait, Wildlife.

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1965-1975. Another Vietnam. Unseen images of the war from the winning side.

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Fotografien von Calogero Cammalleri – Lampedusa: Immigration, Tragedy, Reflection

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Fotografien von Magdalena SwitekPestka

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Fotografien von Sean Hopkins – Chicago in 21 pictures. Passend dazu heute im Leica-Instagram-Stream Magdalena Switeks Chicago-Foto:

Regram: Visiting #Chicago with @magdalenaswitek. Thank you for your post! /a>

Ein von Leica Camera (@leica_camera) gepostetes Foto am

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And last but not least: A look inside Tilda Swinton’s impossible wardrobes. (Fotografien von Rüdiger Glatz)

Wiener Abend mit Mitsuko Uchida

Das war einer sehr schöner Klavierabend mit Mitsuko Uchida, in der Alten Oper Frankfurt! Schuberts Impromptu und Schumanns Sonate klangen „bebobten” & „swingten” – irgendwie faszinierend.

MitsukoUchida_AlteOper

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Eine Tanz-Produktion zur Zahl Vier von Guy Weizman und Toni Haver am Mainzer Staatstheater. Hier das Ende der Introduktion, am 23. Dezember 2015:

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Sturmfrauen. Enden.

Die Ausstellung »Sturmfrauen. Künstlerinnen der Avantgarde in Berlin 1910-1932« ist vor allem hervorragend recherchiert, kuratiert und präsentiert. Von mancher der Künstlerinnen blieben keine Werke erhalten, nur Katalogeinträge. Manche waren ein leben lang erfolgreich, andere fanden ein tragisches, vorschnelles Lebensende. Zum Beispiel (Texte von den Ausstellungstafeln) :

Maria Uhden (1892-1918)
„Leider starb die Künstlerin bereits im Sommer 1918 nach der Geburt ihres ersten Kindes.“

Lavinia Schulz (1996-1924)
„Die kurze Karriere der äußerst begabten Tanzperformerin fand ein tragisches Ende: Am 18. Juni 1924, kurz vor ihrem 28. Geburtstag, erschoss Lavinia Schulz zuerst ihren Ehemann Walter Holst und dann sich selbst.“

Vjera Biller (1903-1940)
„In den 1930er Jahren wurde Vjera Biller in verschiedenen Sanatorien in Wien und Graz wegen einer diagnostizierten schizophrenen Psychose behandelt. Nach dem Anschluss Österreichs wurde sie 1940 zusammen mit über 200 weiteren Kranken im Rahmen des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms ermordet.“

Sturm-Zentrum Herwarth Walden (1878-1941)
„Im März (1941) wurde Walden unter dem Vorwand der Spionage verhaftet. Er wurde damit, wie viele deutsche Emigranten, zum Opfer des stalinistischen Terrors.“