Posts in Category: Persönliches

Bücher 2015

2015 gelesene Bücher

Spiegellos glücklich

Seit ich fotografiere, passierte das „natürlich“ mit einer Kleinbild-Spiegelreflexkamera. Zunächst war es eine Exa 1a (mit Lichtschacht und Klappverschluss sowie ohne Belichtungsmesser). Dann kam eine Practica aus der B-Reihe (Ich weiß nicht mehr, welches Modell.) Und schließlich, als letzte Filmkamera, wurde es eine Nikon F801s.

Digital blieb ich Nikon weiter treu, zunächst mit einer D70 und schließlich, seit 2012, mit einer D600. Das war dann auch der Einstieg ins digitale Kleinbild- aka Vollformat, begleitet von der Anschaffung einiger lichtstarker Festbrennweiten.

25 Jahre Spiegelschlag, Klack-Tsching, oder so ähnlich. Auch wurden die immer besser werdenden Kameras und Objektive immer größer und schwerer. Doch damit, mit der Größe und dem Schleppen, ist nun Schluss. Die derzeitigen Alternativen sind im „Vollformat“-Bereich rar, es gibt nur Sony und Leica.

Nikon D600 mit Sigma 1,4/35Leica M-P (240) mit Summicron 2/35

Links meine verflossene D600 mit dem spitzenmäßigen 35mm-Glas, rechts die nagelneue M-P mit dem klassischen 35mm-Summicron. Die Waage und der Größenvergleich (in der Mitte ein Symbolbild von der Hersteller-Webseite) sprechen für sich.

Was die kommenden Photos angeht bin ich sehr optimistisch.

Fotobücher 2014

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Meine „Ausbeute“ an 2014 neu erschienenen Fotobüchern: Es begann im Winter mit einem Zufallsfund (Alfred Seiland, Imperium Romanum. Opus Extractum) im Buchhandel, gefolgt von einer zufällig entdeckten, retrospektiven Ausstellung inkl. Buch zu Sergio Larrain in München, bekam noch einen Schub durch die Kölner Photokina, Photoszene und vor allem dem PhotoBookMuseum und endete schließlich kurz vor Jahresschluss mit dem exquisiten Reprint von Cartier Bressons »The Decisive Moment«.

Selbst in einer so kleinen, sorgfältig ausgewählten Sammlung gibt es Favoriten; meine sind aus fotografischen Gründen und solcher der Wiedergabequalität durch den Druck und das Papier:

1. Andreas Trogisch, Replies (Peperoni Books) (Vimeo)
2. Mona Kuhn, Private (Hatje Cantz) (Vimeo)
3. Giovanni Del Brenna, Ibidem (Eigenverlag) (Vimeo)

Bücher 2014

2014 gelesene Bücher:

Drei neue Fotoausstellungen

Der Besuch dreier Fotoausstellungen in der vergangenen Woche in Rom soll hier kurz protokolliert werden. Denn alle drei lohnen einen Besuch, wenn man vor Ort ist.

Erstens: T.R.I.P. TRAVEL ROUTES IN PHOTOGRAPHY 2014

IMG_1048Ein spin-off des Trip Magazines veranstaltet zum zweiten Mal die Ausstellung „Travel Routes in Photography“ mit dem Ziel, die Gedanken und Reise-Geschichten, wie sie sich in Fotografien repräsentieren, zu zeigen. (Dem Konzept ist ein Zitat von José Saramago vorangestellt: «The journey never ends. Only travellers stop. And even them, they can get back to it through memories and stories.») Die Ausstellungen finden in beeindruckenden historischen Gebäuden der Stadt Rom statt. Nach den Mercati di Traiano ist in diesem Herbst die Terme di Diocleziano der Ort der Ausstellung.

Drei Fotografen – Pieter Hugo, Narelle Autio und Alessandro Rizzi – präsentieren subjektive Bilder einer / ihrer Reise: Hugo zeigt übergroße Porträts seiner südafrikanischen Freunde und Bekannten (s. dort), Autio wiederum zeigt Unterwasseraufnahmen aus australisch-ozeanischen Gewässern (s. dort). Mich berührten (weil ein Sehnsuchtsziel) die Aufnahmen japanischer Straßen(ecken) – entstanden in Tokyo 2004/2012) von Alessandro Rizzi (s. dort) am meisten.

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19. Oktober bis 18. Dezember 2014, Museo Nazionale Romano – Terme di Diocleziano

 

Zweitens: Henri Cartier-Bresson

20141028-_DSC3226Ebenfalls in einem besonderen Gebäude (wenn auch im Untergeschoss) – im von Richard Meier gebauten Museo dell‘ Ara Paris – ist eine vom Centre Pompidou und der Fundation Henri Cartier-Bresson Paris kuratierte Werkschau des Großmeisters zu sehen. Derartiges ist ja nun nicht gerade selten, das Werk Cartier-Bressons scheint auch dank technischer Reproduzierbarkeit sehr präsent zu sein. (Zuletzt habe ich z.B. die Mexiko-Bilder im Frühsommer in München gesehen, s. dort.)

Diese Ausstellung präsentiert die wohl wichtigsten Werke aller drei Perioden seines Fotografenlebens: die surrealistische Zeit, die Zeit des Engagements für die kommunistische Presse, sowie die Reporterzeit bei Magnum.

26. September 2014 bis 25 Januar 20115, Museo dell’Ara Pacis

 

Drittens: Giovanni Del Brenna: Ibidem

Und schließlich eine kleine, feine Ausstellung in der s.t. foto libreria galleria. Giovanni Del Brenna zeigt mit Ibidem Fotos, die zwischen 2002 und 2008 in den Metropolen dieser Welt entstanden sind, meist an Nicht-Orten. Marc Augé schreibt dann auch passenderweise ein Nachwort zum Buch. Del Brenna erklärt das rätselhafte Wort „Ibidem“ im Buch mit Hilfe eines Lateinisch-Wörterbuches übrigens so: adv. – in the same place, in that every place, just there; Lit. – in space: on the spot, immediately.

20. Oktober bis 5. November 2014, s.t. foto libreria galleria

 

Fotografie. Funde. (2)

Notizen an mich selbst, was passierte, letzte Fundstellen usw.:

Vor einiger Zeit habe ich die Ausstellung „Sergio Larrain. Retrospektive und Henri Cartier-Bresson. Mexiko“ in München gesehen, war von Larrains Fotos begeistert und habe daraufhin sofort den umwerfenden Bildband gekauft. (Überlicht war auch begeistert.)

Timo Nowack gab Fünf Fototipps für Rucksackreisende; sehr gut vor allem der erste Tipp! (Hier die Fotografien dazu: Panamericana)

Helmut Lethen gewann mit „Der Schatten des Fotografen“ den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse. Das war eine spannende Lektüre. – Ein Interview.

Steve Ellaway fotografierte aufwendig und in der Folge sehenswerte Bushaltestellen in Wales.

Gestern habe ich Anne Hennings inspirierende „Gedanken zur Unschärfe“ gelesen. – Heute „Die Geschichte der Unschärfe“ gekauft und im Archiv gekramt:

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Wien (Secession), 8. August 2003, 12:31 Uhr (Kodak DC290, 18mm, f/3,0, 1/96) & Porto, 27. Mai 2010 16:07 Uhr (Nikon D70, ISO 500, 200mm (DX), f/11, 1/400)

Fotobücher

Fotobücher sind wichtig. Ich nutze sie nach der Anschaffung und erster Inspektion viel zu selten. Unsere (liebsten) Bildbände auf kwerfeldein.de hat mir das wieder einmal vor Augen gehalten. Deshalb jetzt hier meine (liebsten) Bildbände.

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Das ist ein ziemliches Sammelsurium aus über 30 Jahren. Meine Favoriten sind (im Augenblick):