Computermusik

Paul von Dataisnature betätigt sich auch als Archäologe in Sachen Computergeschichte, und dies besonders, wenn Kunst mit im Spiel ist. Die Mainframe IBM 1401 (1959-1971), oder besser ein technisches Feature, inspirierte seinerzeit den isländischen Ingenieur Jóhann Gunnarsson dazu, die Maschine zum Erzeugen von Musik zu nutzen. Der Hauptspeicher emittierte starke magnetische Wellen, deren Art sich durch spezielle Programmierung beeinflussen ließ. Ein in der Nähe aufgestelltes Radio empfing diese Wellen und gab sie als zarten, sinusförmigen Ton wieder aus.

Gunnarssons Sohn und Musiker, Jóhann Jóhannsson, hat ein Album „IBM 1401 A User’s Manual“ herausgebracht. Die dazugehörende Website ist ein eher gelungenes Beispiel für Flash-Integration. Selbst die liebevoll eingebundenen YouTube-Videos sind ansehenswert.

[UPDATE:] Album-Ankündigung beim Schallplattenmann

2 Comments

  1. Holger Samstag, 25. November 2006

    die performance zu IBM 1401 ist absolut sehenswert, inspirierend, unglaublich traurig und vor allem sehr analog 🙂 . man hört, wo die musik zu hause ist, oder?

    • jl Samstag, 25. November 2006

      wirklich sehr analog und doch computer-inspiriert …
      die Isländer sind schon eine faszinierende spezie 😉

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