Corporate Wiki

Gartner & Co. reden ja schon einige Zeit davon, weisen schon seit ein paar Jahren dem Corporate Web 2.0, egal ob in Gestalt eines Blogs oder Wikis, seinen Platz auf ihrem Hype Cycle zu. Im Real Life sind mir – von meinem etwas abseitigen Standort aus gesehen – keine Fälle bekannt, bei denen die Experimentierphase vollständig überwunden wurde, bei denen mit diesen Tools ein für das Unternehmen oder die Organisation essentielles Wissensmanagement aufgebaut wurde.

Die Computerzeitung interviewt Gunter Dueck, der bei der IBM 2007 Bluepedia als Corporate Wiki initiiert hat. Dueck spricht vor allem und völlig zu Recht von der notwendigen Freiwilligleit, von der eigenwilligen Community, vom Faktor Mensch.

Technisch ist es kein Problem, aber die Community muss entstehen.

Und Dueck argumentiert gegen das Geschwafel vom unnützen, die Arbeitszeit vertändelnden Zeugs. Das kommt dann oft und gerne von denen, die wichtige Wissens-Fitzel via Telefon bei Kollegen suchen – für sie vielleicht effizient, die Angerufenen aber brutal störend.

Es gibt auch ein paar eigene Erfahrungen in der Sache. Im Sommer 2007 hatte ich ein Blog (und webbasierte Gruppenkalender) für das Bibliotheksteam aufgesetzt. Es soll die Kommunikation auch mit den vielen Teilzeitbeschäftigten und studentischen Hilfskräften verbessern. Alle rezipieren dies teils begeistert, es gibt keine Rundmails mehr. Der Sprung zur aktiven Teilnahme ist allerdings noch lange nicht geschafft.

Es lässt sich nicht erzwingen. Was tun?

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