Darwin-Mythen?

Nächstes Jahr ist Darwin-Jahr: 150 Jahre „On the Origin of Species by Means of Natural Selection, or the Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life“, vor 200 Jahren wurde der Autor geboren.

Im Natural History Museum gibt’s dazu eine große Ausstellung, wobei kleine, fast unscheinbare Exponate Mythen, falls es sie denn gibt, zu widerlegen scheinen:

1. Die Evolutionstheorie habe Darwin zum attackierten Außenseiter gemacht.
2. Kirche und Wissenschaft seien über die Auseinandersetzung zerbrochen.
3. Große Wissenschaftler sind abgründige Genies, die in düsterer Entschlossenheit die Welt mit ihren Entdeckungen schockieren.

Tatsachen sind, dass Darwin ein Staatsbegräbnis erhielt, und dass der Bischof von Carlisle die Gedächtnispredigt hielt. (Trotzdem halte ich persönlich Naturwissenschaft und Religion für Antagonismen.) Und:

Der klügste Mann Englands im 19. Jahrhundert hatte die besten Ideen in einem mit Kletterpflanzen bewachsenen Landhaus, während Kinder auf die Rückseiten seiner Manuskripte Zeichnungen kritzelten.

So schreibt Frau Voss, die bereits in der Ausstellung war.

One Comment

  1. Marc Freitag, 14. November 2008

    Guten Abend Jürgen,
    Vielen Dank für den Artikel, übrigens kann ich zu diesem Thema auch folgende Seite empfehlen: http://darwin-online.org.uk/
    Dort sind Publikationen, Manuskripte usw. von C. Darwin veröffentlicht.

    Gruß

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