Das Netz (2)

Der Film »Das Netz« vom Künstler Lutz Dammbeck hinterlässt mich mit mehr Fragen als Antworten, so ist das halt mit dem Wissen über die Dinge, die uns umgeben, die wir produzieren.

Dammbeck sucht nach den Wurzeln des Netzes, nach den Bedingungen seines Entstehens. Dabei beleuchtet er zum Beispiel das Aufkommen und die Wirkungen der damaligen Leitwissenschaft Kybernetik, Gödels Unvollständigkeitssätze (und Paranoia), die Forschungen der CIA mit LSD in Harvard, das Aufkommen von Multimedia und McLuhans Reflexionen darüber, das Entstehen der Computerkultur auf der Basis von Hippieness, von Foersters Verquickung von biologischen mit digitalen Systemen, SAGE und Arpanet als Reflex auf den Sputnikschock, informelle Treffen und Feste von Kulturmenschen mit Computerforschern und Strategen, die Studie von Adorno / Horkheimer über „Die autoritäre Persönlichkeit“.

No Limits, Just Edges. (Jackson Pollock, nicht im Film, aber von von Foerster sinngemäß zitiert.)

Einer steigt aus: Ted Kaczynski, der spätere „Unabomber“.

Von ihm, vom Manifesto, von seinen eigenen, das Netz rekonstruierenden Graphen ist Dammbeck allzu fasziniert, nach meinem Geschmack. Spannender finde ich vielmehr Gelernters Paradigma, demzufolge Software das Leben spiegeln kann und sollte: „Mirror Worlds“.

Habe keine Links gesetzt, der kurze Text würde fast nur aus solchen bestehen. Möge uns Dammbecks umfangreiche Website und die Wikipedia – das Netz – erhalten bleiben.

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