Einwanderung

Wer Häuser repariert, ist zwei Jahre, wer neue aufbaut drei Jahre frei von Steuern.
Schrecker, »Zuwanderung im Wonnegau«, in: Heimatjahrbuch Alzey Worms 2005, zitiert auf rheinhessen.de


Die Bevölkerung Rheinhessens hat insbesondere in der Vergangenheit viele Impulse von Außen erhalten, durch Zuwanderung. Davon gibt es auch bauliche Zeugnisse, die Trulli der italienischen Gastarbeiter des 18. Jahrhunderts (s. dort) und das barocke Puricelli-Haus italienischer Kaufleute in Bingen zum Beispiel.

Im 16. und 17. Jahrhundert war die Einwanderung vor allem eine Folge von weitsichtiger Siedlungspolitik, die vor allem auch religiöse Vertreibungen für die Betroffenen milderte und am neuen Ort zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Innovationsschub führte. So kamen u.a. aus Frankreich Hugenotten. Das damals kurpfälzische Rheinhessen war eine durch Kriege weitgehend verwüstete und entvölkerte Landschaft. Also gab es Anreize, s.o..

In Oppenheim am Rhein steht aus dieser Zeit noch der eindrucksvolle Hugenottenhof.


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