Flick und Schrumpfen

Die F.C. Flick Collection im Hamburger Bahnhof ist in aller Feuilleton-Munde, der Andrang zumindest am Wochenende enorm. Ja, ich habe die (kultur-) politischen Hintergründe dieser Ausstellung zur Kenntnis genommen. Ja, ich habe auch einige Probleme mit der öffentlichen Sammlungs-Untätigkeit und der daraus folgenden Abhängigkeit von Leihgebern, s.a. die MoMA-Ausstellung. – Doch was kann die Kunst dafür? Die Ausstellung im Hamburger Bahnhof ist fast wandbildfrei; wer Installationen spannend findet und auch etwas für Fotografie übrig hat: nichts wie hin!

Jede vierte Stadt auf der Welt schrumpft, Suburbanisierung, Segregation, Flucht in prosperierende Gegenden sind weltweit Grund und Symptome, nicht nur in den untersuchten Stadträumen Detroit, Manchester / Liverpool, Ivanovo sowie Leipzig / Halle. Die Berliner KW zeigen die sehr interessante Ausstellung »shrinking cities«. Man kann ruhig ein paar Stunden einplanen, die Zeit vergeht schnell ob der ausgebreiteten Materialfülle. Schrumpfen ist auch eine Chance, die Kreativität der Betroffenen und Verbleibenden ist gefordert. Es kann, muss aber nicht Gartenbau zwischen Plattenbauten sein.

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