Kulturkampf im Darwin-Jahr

Das feine Poster gibt’s beim Haken.

Starke, auch polemische Worte von kamenin in einem langen Beitrag zu Evolution und den Windungen der Theologie finden meinen ungeteilten Beifall:

Als Wissenschaftler sollte man sich nicht von Theologen den Mund verbieten lassen. Es ist wesentlich, dass man in der Darstellung darauf Rücksicht nimmt, was wissenschaftliche Messung und was philosophische Ableitung ist […] Im Gegenteil: die Philosophie und all ihre noch weniger wissenschaftlichen Unterdisziplinen haben lange genug Aussagen über das Weltbild gemacht. Es wird Zeit, dass diejenigen die Philosophie an sich nehmen, die eh mit der einzig brauchbaren Motivation an die Sache herangehen: etwas über die Welt herauszufinden.

Dass das Theologen nicht gefällt, sollte niemanden überraschen.

Dass Naturwissenschaftler Latten zu überspringen hätten, die ihnen Theologen aufgelegt hätten, die jetzt mit Punktkärtchen am Rand stehen und das alles beurteilen wollen: das ist Gott sei dank vorbei. Und irgendwann wird vielleicht sogar in der Politik ankommen, dass Theologen die letzten sind, über deren Stöckchen man springen muss. Die Malaise um Fototermine mit Bischöfen nie verlegener Politiker und Medien ist mit schuld daran, dass auch ehrenwerte Theologen heute noch ein so verzerrtes Selbstbild von sich selbst haben können, qua dessen sie Begutachter sein wollen, was statthafte Metaphysik sei.


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