London

London gehört zu den sehr symphatischen großen Städten. Deshalb gab’s ‚mal wieder einen Zwischenstop in der Metropole. Das quartiergebende Bayswater ist wunderbar quirlig (und der Hyde-Park so nah!), es macht Spaß, lange im Pub zu sitzen und die Menschen auf der Straße zu beobachten. Es macht Spaß, zu Fuß nach Maida Vale und zurück zugehen, un dabei wie Barbara Vines Heldin Clodagh (»Heuschrecken«) beim Kreuzen der Paddingtoner Bahnstrecken und der Schnellstraße keinen Tunnel zu benutzen.

Nicht nur in der phantastischen Tate Modern hängt moderne Kunst, nein, in jedem (besuchten) Londoner Pub auch! Die Tube ist sowieso toll, trotz des teils maroden Zustandes ein sehr gut funktionierendes Transportsystem, wie ich bisher kein anderes erlebte. Nach den abweisend-kalten, gestylten Docklands (blassgesichtige, nicht gerade glücklich aussehende Angestellte mit Lunchpaketen und schlaffer Körperhaltung vs. stramme und uniform daherkommende Bussiness-People, die zu Hause sicher „den Schalter umlegen“; wird man in solchen Arbeitswelten eigentlich schizophren?) dann ab nach Camden Town & Market. Am Regent’s Canal und seinen Hausbooten entlang via Little Venice zurück nach Bayswater.

London ist normaler, als man es sich hierzulande in den Medien nach den Anschlägen vom 7. Juli zusammenschreibt. Rucksäcke jeder Art sind kein Problem, Polizei oder andere Militärs sieht man weniger als in Berlin. Vielleicht sind alle etwas wachsamer. Die allgegenwärtigen Videokameras tun das ihrige, man weiß es und nimmt’s hin.

In London ist man gelassener und zuvorkommender als in Berlin, Rote Ampeln z.B. sind für Fussgänger nur eine Empfehlung, ersetzen nicht die Eigenverantwortung. Ins Museum kommt man nicht nur umsonst sondern auch mit Rucksack, u.s.w.. London ist kultureller Melting Point.
London, eine Stadt zum Lieben.

Hier ein paar Photos vom diesjährigen Kurzaufenthalt…


London, Tate Modern:

London, Skyline von der Tate Modern aus gesehen.

London, Milleniums Dome:

London, City, Bankviertel

London, am Regent’s Canal



Mehr aus London gibt’s dort im Blog »London Leben«.

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