Lynn Hershman Leeson

Kürzlich ist »The Art And Films Of Lynn Hershman Leeson« erschienen, herausgegeben auch als ein Katalog der nun gewesenen umfassenden Werk-Ausstellung »Hershmanlandia« an der University of Washington. Lynn Hershman Leeson ist mir bisher nur als Autorin und Regisseurin der beiden auch technisch innovativen und inhaltlich super-interessanten Filme »Conceiving Ada« und »Teknolust« bekannt gewesen. Umso interessanter nun, auch ihre früheren Projekte : Performances, Photography und Video kennenzulernen – so gut es in einem Katalog geht.

»Conceiving Ada« war der erste Film, der komplett mit virtuellen Sets gedreht wurde. Es geht um Liebe, Sex, künstliches Leben, DNA-Transfer, Geschichte, Gedankenübertragung,… Tilda Swinton spielt die geniale Mathematikerin Ada, Countess of Lovelace, die Tochter von Lord Byron. Ada schrieb für Charles Babbage das erste Computerprogramm. (Beides, Babbage’s Computer und Ada’s Programm, entstanden nur „auf dem Papier“; später, über 140 Jahre später, sollte sich herausstellen, dass sie exakt und funktionstüchtig vorgedacht waren.) Der Computer-Expertin Emmy (ebenfalls Tilda Swinton) gelingt es mittels einer Computer-DNA-Erweiterung (die kommt von Sims, gespielt von LSD-Guru Timothy Leary) direkt mit Ada zu kommunizieren.

Lynn Hershman Leeson im Buch:

Using such diverse media as slides, drawings, animation, Quicktime video, and Photoshopped images to portray different time frames was quick and efficient. […] There is a magic in creating images such as those in Conceiving Ada and Teknolust. It is a smoke-and-mirrors, cut-and-paste process. I love to work with technologies as they are being invented, or even before anyone else has used them, because they have no history. How one uses these new possibilities can shape the future.

Der Inhalt der dem Buch beiliegenden DVD und somit einige Werke von LHS sind übrigens im Wesentlichen auch im Web erkundbar.

Die mit Artificial Intelligence dealenden Webprojekte, parallel zu »Teknolust« 2002ff entstand »Agent Ruby« (ein eDream-Portal) sowie 2004ff »Dina«, sind weitere Exkursionen wert.

Hier noch zwei Film-Stills aus »Conceiving Ada«:

     


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