Mustermusiken

Ja, das kann ich so nachvollziehen:

Mit ein wenig an Systematik aber lässt sich die gesammelte Popgeschichte immer noch an drei Fingern abzählen. Da ist zum Ersten das Prinzip Beatles: das Ausgleichende. Gefällige. Dagegen das Prinzip Rolling Stones: rüpelnd. Delinquent. Mopedfahrer des Rock. Etwas abseits davon als Prinzip drei Pink Floyd: delinquentes Denken, experimentelle Kunst (oberschülertauglich), der unbedingte Wille zu dem, was man gerade unter Originalität versteht. In diese drei Töpfe lässt sich wirklich alles einsortieren. Auf die Beatles folgen Queen, Oasis, R.E.M. Die Rolling Stones sind ewig jung mit Led Zeppelin, AC/DC (die Schuluniform!), Sex Pistols, The Strokes. Das Prinzip Pink Floyd: Coldplay, Radiohead.

Solange nichts wirklich anderes kommt – warum sollte es kommen? – bleibt mein Interesse an altem Wein in neuen Schläuchen gering. Und mit dem Begriff Pop kann ich eh nix anfangen…

4 Comments

  1. Holger Freitag, 3. März 2006

    interessanter ansatz, ich finde es bilden sich hier die drei stereotypen des musikalischen erlebens heraus, nicht die des eigentlichen stils. ich empfinde oasis nämlich als rock. coldplay ist m.E. eindeutig harmlose popmusik.

  2. Julia Freitag, 3. März 2006

    klingt gut, aber nach kurzem nachdenken, würde ich sagen, dem schreiber entgeht ein großer teil der musikalischen (“pop”)welt (was auch immer das sein mag, pop), wenn er sie in diese drei oberbegriffe einteilt. dazwischen und vorallem daneben gibts noch eine menge mehr.

  3. jl Sonntag, 5. März 2006

    zunaechst mal: es geht hier nur um die sogenannte pop-musike des westens. das ist bezogen auf das “gesamtmusikaufkommen” dieser welt weniger als man gemeinhin denkt, wenn auch fuer uns hier allgegenwaertig.
    ich denke, sehr viel laesst sich im uebrigen auf die beatles zurueckfuehren, wurde von diesen gepraegt – wobei ich nicht obladi-oblada oder so aehnlich sondern die alben sgt. peppers und auch das white album meine.
    keine ahnung warum man ueberhaupt solche kategorien haben muss, sicher sind die ueberfluessig. mein post und bezug auf den artikel speiste sich einzig aus meiner aktuellen unlust, staendig auf der spur nach frischfleisch auf dem musikmarkt unterwegs sein zu sollen: haste x schon gehoert? klingt wie y, aber auch etwas wie z. und sooo innovativ. bullshit, es ist ein einziger grosser strom, der sich aus ein paar quellen speist.

  4. Holger Montag, 6. März 2006

    da kann ich dir folgen, auf die wirklich guten sachen wird man ohnhin durch zufall oder auf raten von freunden gestoßen, die musikalisch auf gleicher wellenlänge liegen, sicherlich nicht (mehr)durch NME oder Spex.

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