Mythen von den Britischen Inseln

Mythos Nr. 1: Irland und das benachbarte Königreich, also die Britischen Inseln, sind das Reich der Teetrinker.

In Wahrheit gibt es fast immer nur eine einzige Sorte von Verschnitt-Tee im Papierbeutel. Diese lässt man so lange in der Tasse bzw. Kanne ziehen, bis man ausgetrunken hat. So kann man den Genuss zum Ende hin steigern; wer den Beutel vorher rausnimmt, wird merkwürdig angesehen.

Mythos Nr. 2: Auf den Britischen Inseln sind Stout – wie Guinness – bzw. Ale unter den flüssigen die vorherrschenden Nahrungsmittel, zumindest in den Pubs.

Das mag einmal so gewesen sein, doch inzwischen dürstets die Inselbewohner auch nach Anderem. Cider zum Beispiel, den man dort nicht wie auf dem Kontinent als Wein, sondern als Bier trinkt. Und das mit zunehmendem Anteil. Auch wird immer mehr „real beer“ importiert.

Mythos Nr.3: Frau Thatcher und der Boom des „Celtic Tiger“ haben die Inselbewohner zu fleißigen Workaholics gemacht, die ohne Unterlass schuften.

In Wahrheit sind die Inseln das Reich der symphatischen Langschläfer: Nirgends – zumindest in den B&B – bekommt man vor 8 Uhr ein Frühstück, oft gar erst nach 9 Uhr. Dazu passt, dass nur 4% der Briten das Thema Arbeitslosigkeit als eine wichtige Frage der Gegenwart ansehen. (In Deutschland sind es 81%.)

Impressionen aus London
Impressionen aus Cork
Wandern auf dem Dingle Way 1/2
Wandern auf dem Dingle Way 2/2
Killarney Nationalpark

Original Irischer Shamrock, Foto von Antje

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