Nationalökonomie ist, …

… wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben. – Bei der sonntäglichen Zeitungslektüre bin ich über den Text von Kurt Tucholsky gestolpert. Erschienen am 15. September 1931 in: Die Weltbühne, heute bequem nachzulesen im Sudelweb, pardon, im Sudelblog: Kurzer Abriß der Nationalökonomie.

Jede Wirtschaft beruht auf dem Kreditsystem, das heißt auf der irrtümlichen Annahme, der andre werde gepumptes Geld zurückzahlen. Tut er das nicht, so erfolgt eine sog. „Stützungsaktion“, bei der alle, bis auf den Staat, gut verdienen. Solche Pleite erkennt man daran, daß die Bevölkerung aufgefordert wird, Vertrauen zu haben. Weiter hat sie ja dann auch meist nichts mehr.


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