Neuseeland: Die Tour (Der Norden der Südinsel)

Nun endlich noch der zweite Teil der Reisebeschreibung, nach der Nordinsel also etwas über die Südinsel.

Korrekt, über die nördliche Küste der Südinsel. Denn zu mehr hat es zeitlich nicht gereicht. Aber was heißt das schon? An den Marlborough Sounds, der Golden Bay, dem Abel Tasman National Park, der Tasman Bay und auch der Gegend um Nelson kann man sich sicher wochenlang erfreuen und nicht satt sehen.


Quelle: Google Maps

Ich vergaß, im ersten Teil zu erwähnen, welche Karte ein prima Begleiter war: die Neuseeland-Karte aus dem world mapping project des Bielefelder Reise Know-How Verlages. Diese Karte hält, was sie verspricht, sie ist wirklich reiß- und wasserfest, immer noch auch an den Falzen lesbar, vielleicht auch weil sie dünn und leicht ist.

In Stichworten also noch ein paar fortgesetzte Reisedetails und vielleicht Tipps für Interessierte sowie Fotos :

Interislander Arahura im Fährhafen WellingtonTag 12:
Überfahrt mit der Interislander-Fähre von Wellington durch die Cook Strait nach Picton auf der Südinsel
Das dauert etwa 3 Stunden; zwar ist die Cook Strait nur 35km breit, aber ehe man so aus dem Wellington Harbour heraus ist, und im Süden geht es dann noch einige Zeit durch die engen Sounds. Die Cook Strait ist nicht ohne Gefahren: man lese dies zur Geologie und schaue sich das Video an!
OK, es war dieses Mal harmlos.
Für die Mietwagenfirmen und die eigene Geldbörse ist es übrigens günstiger, das Auto stehen zu lassen. Man bekommt am anderen Hafen ein neues. (Was dann auch wieder sauber ist.)

Marlborough Sounds     Marlborough Sounds

In den Marlborough Sounds war eigentlich das abgelegene Hopewell das erste Wunschziel. Ein Anruf dort zerstörte aber diese Hoffnung schnell, ausgebucht! Also ging es für zwei Tage nach Havelock und dort, nach einigem Hin- und Her für die erste Nacht ins Backpacker Blue Moon und für die zweite dann (zum gleichen Preis!) ins altehrwürdige, gemütliche Havelock Hotel.

Aus Havelock stammen der frühere NASA-Direktor William Pickering und der Physik-Nobelpreisträger Ernest Rutherford. (Einen Hundertdollarschein mit seinem Konterfei bekam ich nie zu Gesicht.)

Havelock nennt sich Capital of Green Mussels, so ist das in Zeiten kommunalen Eventmarketings halt, hat einen prima schottischen Pub (The Clansman) und ist praktischerweise so etwas wie das Tor zu den Sounds (Pelorus Sound und Queen Charlotte Sound vor allem).

Tag 13:
Man kann zum Beispiel das Postschiff nehmen, oder auf dem Queen Charlotte Track wandern. Letzteres haben wir für einen Tag gemacht, sind ein erstes Teilstück – von Anakiwa zur Mistletoe Bay und zurück (27km) – gegangen.

Queen Charlotte Track     Queen Charlotte Track
Marlborough Sounds     Marlborough Sounds

Tag 14:
Fahrt von Havelock über Nelson, Motueka nach Takaka an der Golden Bay
Zwischen Motueka und Takaka muss man über den Takaka Hill (791m), eine vom Wasser geformte Karstlandschaft. Unterwegs lohnt eine Besichtigung der Ngarua Caves, wegen der zahlreichen Stalagmiten und Stalagtiten sowie der präsentierten Skelettreste vom ehemals größten flugunfähigen Vogel, dem Moa.
In Takaka ist das Wholemeal Café sehr empfehlenswert. (Am mitgebrachten hauseigenen Kochbuch erfreuen wir uns noch heute und einige Zeit mehr.) Unterkunft im Historic Telegraph Hotel, gut Essen kann man abends auch im The Brigand.

     
     
     

Tag 15:
Tagesausflug an der Golden Bay, das bedeutete am 6.3.09: Regen fast den ganzen Tag, sehr tief hängende Wolken.
Ziele waren The Grove Scenic Reserve mit Resten eines Primärwaldes auf Karstgestein und am nördlichen Ende bzw. Anfang des Abel Tasman Nationalparks das Abel Tasman Memorial, der Wainui Falls Track am Wainui River, mit beeindruckender Swingbridge, sowie die Wainui Bay (Das ist dort, wo der Abel Tasman Coast Track endet bzw. beginnt.).
Über den Namenspatron, den niederländischen Seefahrer und Entdecker Neuseelands (ohne jemals das Festland betreten zu haben!) Abel Tasman steht natürlich auch einiges in der Wikipedia.

     
     
     
     
     

In der Wainui Bay:

     
     
     
     
     
     

Tag 16:
Bei Takaka liegt das Waikoropupu Valley („Pupu“ Valley), dort gibt es Quellen zu bestaunen, die unter einem See liegen – nicht ‚mal gutes Leitungswasser dürfte so klar sein wie das Wasser dieses Sees! Und dann kann man den zweistündigen Pupu Hydro Walkway (Loop) gehen. Dieser ist eine ingenieurtechnische und handwerkliche Meisterleistung, 1901 und 1902 von 8 Männern in 6 Monaten vollbracht, um Wasser über 3 Kilometer in einem schmalen Aquädukt an Berghängen entlang zu führen, um es am Ende dann 123 Meter fallen zu lassen. Damit es genug Druck für die Goldwäsche hatte. (Wir sind in der Golden Bay.)

     
     
     

Fahrt nach Motueka, wieder über den Takaka Hill
Übernachtung im Backpacker Hat Trick Lodge, in Motueka isst man am Besten im The Gothic, einer ehemaligen Kirche
Motueka leistet sich ein heimeliges kommunales Kino.
In der High Street steht eine uralte, geschützte Araukarie

     

Tag 17:
Tagesausflug von Motueka in den Abel Tasman Nationalpark, d.h. Fahrt nach Kaiteriteri, von dort mit dem kleinen Wassertaxi von Wilsons (Vigur) nach Medlands Beach in der Bark Bay, dann haben wir 5 1/2 Stunden Zeit, den Weg hoch über dem Ufer und an herrlichen Buchten und Stränden vorbei in die Bucht von Anchorage zu wandern, um uns schließlich vom etwas größeren Boot (Vista) abholen zu lassen

     
     
     
     
     
     
     
     

Tag 18:
Fahrt von Motueka nach Picton (also zurück, auf bekannten Wegen)
Zwischenstationen, Stippvisiten auf Rabbit Island in der Tasman Bay, im Weingut Seifried in Appleby bei Nelson (Seifried ist die älteste grape winery auf der Südinsel, von einem Österreicher gegründet und bis heute geführt. Deren Weißweine sind uns unterwegs in diversen Lokalen schon positiv aufgefallen. Sie sind viel fruchtiger, voller, als die einheimischen. Vor allem der Riesling ist kaum wieder zu erkennen! Nun hatten wir Gelegenheit, vor Ort zu degustieren. Und einzupacken, was der Zoll erlaubt.), dann in Nelson selbst: die Manuka Pottery von Charles Shaw (Julias Arbeitsort und Host in Nelson) sowie lecker Lunch im Zippy’s
Übernachtung in Picton in der Admirals Lodge

     
     
     

Tag 19:
Fahrt mit der Interislander-Fähre (Aratere) von Picton zurück nach Wellington
prima Wetter bei der Überfahrt, Oberdeck-Vergnügen

     
     
     
     
     

Dann Fahrt im westlichen Teil der Nordinsel über Wanganui (auf den Bundesstraßen 1, 3 und 4) in Richtung Auckland, wir kommen bis nach Taumarumui, irgendwo in der Pampa. Dazwischen gab’s auch etwas zu sehen:

     

Tag 20:
weiter geht die Fahrt Richtung Auckland
Bei Waitomo machen wir einen Zwischenstopp und besuchen die berühmte Waitomo Glowworm Cave. Die Höhlen der Gegend gehören den Maori, und diese vermarkten sie seit ein paar Jahren auf ziemlich aufdringliche Art. Auch die Führung ist leider oberflächlich und auf Showeffekte aus. Die so genannten Glühwürmchen sind spinnenähnliche, Licht erzeugende Larven, die in der Höhle überall von der Decke hängen. Es sind wirklich unglaublich viele, und es sieht ganz toll aus!
Südlich von Auckland machen wir dann noch einmal einen Abstecher an den Hauraki Golf, fahren zur Kawakawa Bay, machen eine kurze Tour an den Hunua Falls (das letzte Foto dieses Eintrages), suchen eine Bleibe für die letzte Nacht in Neuseeland. Diese findet sich schließlich kurz vor dem Flughafen.

Tag 21:
Rückflug, wieder mit Quantas via Sydney und Singapore nach Frankfurt



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