Odda

Nach unserer ersten Wandertour in der Hardangervidda sind wir von Liseth / Fossli mit dem Bus durch das Måbø-Tal (mit Tunnelkreisel!) über Eidfjord und Kinsarvik nach Odda am Südende des Sørfjords gefahren. Die Straße 13 ist insofern spektakulär, dass sie an mehreren Stellen nicht wirklich gegenverkehrstauglich ist. Am Sørfjord herrscht mildes Klima – am Ostufer befindet sich Norwegens größtes Obstanbaugebiet. (Man bekommt fast Südtirol-Feeling.)

Odda war vor 100 Jahren eine blühende Stadt, die vom Fremdenverkehr (10 Hotels, bis zu 5 Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig) lebte. Ab 1915 setzte man auf die Industrialisierung (Schwerindustrie, Düngemittel). Der Boom ist vorbei, die Spuren sind unübersehbar. Odda hat, obwohl mit funktionalen Betonklötzen und heruntergekommenen Bauten unglaublich verschandelt, trotzdem einen gewissen Charme. Zwar herrscht im Städtchen abends „tote Hose“ und die Gastronomie ist unterirdisch, die Lage am Fjord und der nahe Folgefonn-Nationalpark mit einem Gletscher jedoch macht’s vielleicht wett.

Aus den offenen Fenstern des Fitness-Studios dröhnt vormittags „Smoke on the Water„. Damals war noch alles gut.

Ein paar Fotos…


     
     
     
     
     

im Hintergrund sieht man den Gletscher Folgefonna

     
     
     

vor dem Rathaus

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