Präsentieren und Rezipieren

Sich ein Bild, einen Film, ein Kunstwerk zu erschließen – um es genießen zu können –, muss nicht einfach und bequem sein.

Es sollte aber nicht unangenehm sein.

Kino Mainz und Pengland haben am Samstag ihr 1. Mainzer Kinokabarett mit dem letzten öffentlichen Screening abgeschlossen. Das war eine Geduldsprobe für die interessierten Filmfreunde. Der Charakter des Projektes impliziert wohl auch, dass bei der Präsentation improvisiert wird. Nun gut, aber nahezu unerträglich peinlich war die Verve, mit der die Film-Eleven sich in Sachen Selbstdarstellung übten. Die, die am meisten auf den Pudding hauten, waren filmisch sicher nicht die Besten… Trotzdem gab es durchaus Sehenswertes und Originelles zu sehen, z.B. »Sommerliebe« und »Mann oder Frau«.

Vielleicht sollten die Aktivisten bei den künftigen Screenings ihrer Filmprojekte unter sich bleiben; das interessierte Publikum wäre für einen rein visuellen Best-Of-Abend sicher dankbar.

»die welt sollte zunächst so bleiben, wie sie ist.«

So heisst die aktuelle Ausstellung in der Mainzer Kunsthalle. Thomas Kilpper hat Zeichnungen und Collagen so aufgehängt, dass man sie sich nur via Spiegelroller oder auf dem Rücken liegend ansehen kann.

Das ist doch ‚mal eine entspannte Art, anstrengende Kunst zu rezipieren!

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