Secrets oder "frequence hopping" als Selbstdarstellungsprinzip

Im Wiesbadener Wallhalla-Studio (welch‘ Name!) lief ein paar Tage lang der Real-Fiction-Film »Hedy Lamarr – Secrets of a Hollywood Star«. Am morgigen Dienstag ist die letzte Chance, den Film dort zu sehen. (Ich bin sehr neugierig.)

Egal, ob sie nun die „die schönste Frau Europas“ (Max Reinhardt) oder „die schönste Frau des Jahrhunderts“ (Ed Sullivan und einige Hollywood-Studiobosse) gewesen ist, die Österreicherin Hedwig Kiesler aka Hedy Lamarr war offensichtlich eine kluge, faszinierende, verwirrende Frau.

Fiktion und Realität, Rollen und Leben, Träume und Projektionen, geheime Kommunikation und Selbstinszenierung – die Filmemacher sind den langen, beschwerlichen Weg der Recherche gegangen, um ein wenig mehr Klarheit über die Person zu schaffen.

Legendär auch Lamarr / Kieslers Erfindung des Frequenzsprungverfahrens, das sie 1941 gemeinsam mit dem Avantgardekomponisten Antheil erfand. Dieses erlaubt eine fortwährende Frequenzveränderung, ermöglicht so die Verschlüsselung von Funkverbindungen und die Abstimmung von Torpedo-Leitsystemen im Krieg. Diese Grundidee wird bis heute in allen Systemen moderner, drahtloser Telekommunikation benutzt.

s.a.
Smarte Bombe, Artikel bei Telepolis
Hedy Lamarr, Wikipedia-Eintrag
»Hedy Lamarr – Secrets of a Hollywood Star«, über den Film von Donatello Dubini, Fosco Dubini und Barbara Obermaier, mit einer Produktionsnotiz von Obermaier
Secret Communication System, das US-Patent

(via Haken, aktuell und früher schon ‚mal)

2 Comments

  1. Haken Montag, 18. August 2008

    ich war heute schon. Morgen kann ich nicht. Der streifen faehrt eine menge interviewpartner auf, die irgendwie mal was mit ihr zu tun hatten, aber eben nicht die wirklich interessanten … man bekommt noch ein paar details zu ihrem leben, aber irgendwie lernt man sie doch nicht recht kennen …

    • jl Dienstag, 19. August 2008

      Ich fand den Film nicht schlecht. Es wird sich nicht mehr alles aufklären lassen. Die wirkliche Geschichte der Erfindung z.B., da gibt es ja auch verschiedene Varianten, Mutmaßungen. Die Filmemacher hätten vielleicht darlegen sollen, wen sie warum nicht interviewt haben, interviewen konnten.

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