Short Cuts #4

Mehrere Ziegelsteine liegen diesen Herbst in den Buchläden, darunter zwei Romane. Ich habe den dickeren – »Unendlicher Spaß« – erst einmal liegen lassen und mich für »2666« von Roberto Bolaño entschieden, vor allem deswegen. Zu beiden gibt es übrigens auch Blog-Projekte, da und da.

Aber vorerst noch muss ich mich durch den Sloterdijk hindurch üben.
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Apropos „Leben ändern müssen“: wir sollten vor allem fehlertoleranter werden! Nur so können wir überleben, jetzt schon, nicht erst wenn unsere Daten einmal alle in der Cloud liegen werden. Aber bei T-Mobile hat man zumindest im Call Center noch Humor, wie ich eben beim Versuch, mich zum Tarifwechsel zu überreden, erleben durfte. Aber vermutlich können sich die Agentinnen dort unter einem Backup auch nicht vorstellen, was es sein oder wozu es gut sein sollte: T-Mobile Sidekick Users Get Kicked in the Teeth (via)
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Noch einmal zum »Antichrist«. Ich muss da etwas Grundsätzliches nicht mitbekommen haben. Denn Lars von Trier wechselt mit der Ankündigung seines neuen Films erst 2010 ins unromantische Fach:

No more happy endings!


5 Comments

  1. Julia Mittwoch, 14. Oktober 2009

    Ja, ich finde auch: Die Trier’schen Wohlfühl-Filme werden langsam langweilig …

    • jl Donnerstag, 15. Oktober 2009

      Vielleicht war es ja kein Scheiterhaufen im Antichrist, sondern ein Osterfeuer?

  2. Gregor Keuschnig Mittwoch, 14. Oktober 2009

    Sie müssen aber dann bitte unbedingt Ihren Eindruck zum Bolano aufschreiben!

    • jl Donnerstag, 15. Oktober 2009

      Das werde ich machen, weiß nur noch nicht wann (Werde ich zuvor den Sloterdijk zu Ende lesen, oder ihn wie so manches vorzeitig abbrechen? – Wieviel von der freien verfügbaren Zeit werde ich in 2666 investieren können, damit es nicht zu lange dauert?) und wie. (Je nachdem welche Sogwirkung 2666 entfalten und Lesepausen verlangen wird, scheibchenweise oder summarisch. Auf jeden Fall aber dilletantisch.)
      Lesen Sie eigentlich alles bis zum Ende, oder gibt es auch Abbrüche?

  3. Gregor Keuschnig Donnerstag, 15. Oktober 2009

    Natürlich breche ich auch Lektüren ab, aber sehr, sehr selten. Hierüber gibt es dann entweder keine Besprechungen oder es würde erwähnt (letzteres wäre allerdings merkwürdig, denn man kann kein Buch besprechen und sagen, ich habe auf Seite 743 aufgehört…).

    Meines Erachtens ist “2666” keine Lektüre für Herbst/Wintertage. Erstens spielt der Großteil im warmen Mexiko und zweitens ist die Trübnis dann noch gesteigert. Obwohl ich schnell lese, habe ich fast zwei Wochen für die Lektüre benötigt. Auf den Gedanken, diese Lektüre abzubrechen, bin ich nie gekommen, obwohl mir das Buch in vielen Belangen nicht gefallen hat.

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