Singularität und Befreiung

Julia Kristeva hatte mich einst mit »Fremde sind wir uns selbst« fasziniert. Nun hat sie wohl ihre Trilogie »Das weibliche Genie. Das Leben. Der Wahn. Die Wörter« zu Hannah Arendt, Melanie Klein und Colette vollendet.

Die Berliner Zeitung bringt aus diesem Anlass ein Interview, aus dem ihr folgendes, hiermit dick unterstrichenes, Statement stammt:

Zum einen wende ich mich gegen die Tendenz, den Kampf für die Befreiung einer Gruppe auf Kosten der Individualität des Einzelnen gehen zu lassen. Sie kennzeichnet die großen Befreiungsbewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts, und es gibt sie auch unter Feministinnen. Daher der Appell: Bitte nehmt die Singularität, die individuellen Leistungen aller zur Kenntnis – das ist die Basis für jede Befreiung!

(via Perlentaucher)

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