Stone Time Touch

Mein erster Film auf der diesjährigen Berlinale: »Stone Time Touch« von Gariné Torossian. Ein visuell und akustisch beeindruckender, sehr subjektiver Film. Ein, zwei, eigentlich drei Frauen aus der armenischen Diaspora reisen in ihre ihnen unbekannte Heimat. Sie sind auf der Suche, wollen erfahren, um die Leerstelle in ihnen zu besetzen. Torossian collagiert zu verschiedener Zeit, auf mehreren Reisen entstandene Fotografien, analoge und digitale Videoaufnahmen, filmt diese neu, verfremdet sie, zoomt rein & raus. Pixel, Unschärfe, Unruhe. Mehrmals werden Körperkonturen durch Übermalung hervorgehoben, kommentiert. Dazu ein unglaublich sorgfältig gearbeiteter Soundmix aus acapella-Gesang, Kommentar, O-Ton, Aufnahmen von Telefongesprächen, Interviews usw.. Durch diese Überlagerungen, diese Materialität hat der Film etwas sehr haptisches.

Der Film lief im Forum, dort wie auch im Panorama gibt es hinterher immer ein Gespräch mit den Filmemachern. Die ästhetischen Aspekte waren interessant. Politisch war es sehr korrekt.

   

Comments are Disabled

%d Bloggern gefällt das: