Sturmfrauen. Enden.

Die Ausstellung »Sturmfrauen. Künstlerinnen der Avantgarde in Berlin 1910-1932« ist vor allem hervorragend recherchiert, kuratiert und präsentiert. Von mancher der Künstlerinnen blieben keine Werke erhalten, nur Katalogeinträge. Manche waren ein leben lang erfolgreich, andere fanden ein tragisches, vorschnelles Lebensende. Zum Beispiel (Texte von den Ausstellungstafeln) :

Maria Uhden (1892-1918)
„Leider starb die Künstlerin bereits im Sommer 1918 nach der Geburt ihres ersten Kindes.“

Lavinia Schulz (1996-1924)
„Die kurze Karriere der äußerst begabten Tanzperformerin fand ein tragisches Ende: Am 18. Juni 1924, kurz vor ihrem 28. Geburtstag, erschoss Lavinia Schulz zuerst ihren Ehemann Walter Holst und dann sich selbst.“

Vjera Biller (1903-1940)
„In den 1930er Jahren wurde Vjera Biller in verschiedenen Sanatorien in Wien und Graz wegen einer diagnostizierten schizophrenen Psychose behandelt. Nach dem Anschluss Österreichs wurde sie 1940 zusammen mit über 200 weiteren Kranken im Rahmen des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms ermordet.“

Sturm-Zentrum Herwarth Walden (1878-1941)
„Im März (1941) wurde Walden unter dem Vorwand der Spionage verhaftet. Er wurde damit, wie viele deutsche Emigranten, zum Opfer des stalinistischen Terrors.“

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