Posts Tagged: Adam Smith

Markt(forschung)

Kluge: Die „invisible hand“.
Baecker: Die „invisible hand“ funktioniert so, dass jeder sich vorzustellen versucht, durch welche eigenen Aktionen und Angebote er wohl am ehesten einem Kunden auffällt, der bereit sein könnte, diese oder jene Summe Geldes für ein Angebot auszugeben. Auf der Suche nach diesem Angebot orientiert er sich, wie Soziologen von Georg Simmel bis Harrison C. White beschrieben haben, jedoch nicht am Kunden und dessen unerforschlichen Bedürfnissen, sondern am Konkurrenten und dessen Angeboten. Man beobachtet nicht die gegenüberliegende, sondern die eigene Marktseite, um herauszufinden, wie groß die Chancen sind, mit einem qualitativ besseren Angebot den Kunden zu überzeugen, der an den Marktständen vorüberzieht.

An dem Tag, als [Steve] Jobs den Macintosh der Öffentlichkeit präsentierte, fragte ihn ein Journalist von Popular Science, welche Art Marktforschung er betrieben habe. Spöttisch erwiderte Jobs: »Hat Alexander Graham Bell etwa Marktforschung betrieben, bevor er das Telefon erfand?«

mehr Info
Zitate aus:
Dirk Baecker / Alexander Kluge, Vom Nutzen ungelöster Probleme, Merve 2003, S. 46
Walter Isaacson, Steve Jobs, Bertelsmann 2011, S. 203