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Staeck

Man kann ja von Klaus Staeck als neugewähltem Präsidenten der Akademie der Künste halten was man will. Bonuspunkte hat er sich in meinen Augen allein schon damit verdient, dass er nicht mit BILD redet! (Quelle: Interview in der zitty 11/2006)

Und er mag das Haus, will da Leben reinbringen.

Architekturkritelei

In Architekturführung hatte ich meine visuellen Eindrücke vom zwar faszinierenden, aber unvollendeten, beschnittenen, Neubau der Akademie der Künste am Berliner Pariser Platz gepostet. Ob sich je jemand aus der Senatsbauverwaltung Verantwortung übernehmend zu dem Thema äußert, darf bezweifelt werden. Die Bauherrin Akademie als Ganzes auch nicht, sie spricht per se nicht mit einer Stimme.

Heute rechtfertigt sich immerhin der auch unsachlich angegriffene Architekt Günther Behnisch: Raum als Geschenk.

Architekturführung

Gestern war eine Architekturführung durch das neue alte Haus der Akademie der Künste am Pariser Platz angesagt. Das faszinierende Haus von Günther Behnisch (Olympiastadion in München, Bundestag in Bonn) kann man sich natürlich auch selbst ansehen, seit es im vergangenen Mai eröffnet wurde. Dann kommt man allerdings nur bis in die erste Etage. Dank ticket-b war gestern auch der Präsidialbereich inklusive Planarsaal und Dachterasse für uns zugänglich.

Die Stahl-Glaskonstruktion nimmt in der Fassade die Maße und Proportionen der alten Fassade des Vorgängerbaus in abstrahierter Form wieder auf. Dies sowie die wundervollen Ahornblatt-„Intarsien“ im Glasdach waren ursprünglich nicht geplant, sind eine (gelungene) Konzession von Behnisch an die kleinkarierten berliner Bebauungsvorschriften für die „Gute Stube Berlins“. Vom ehemaligen Akademiegebäude aus dem 18. Jahrhundert waren nur drei Ausstellungshallen inklusive Kaisersaal erhalten geblieben. Diese Mauerreste wurden in den Neubau integriert. Spuren blieben also erhalten, so auch die der Einbauten aus der Zeit, als Albert Speer das Haus in Beschlag genommen hatte.

Öffentliche und repräsentative Einrichtungen der Akademie – Ausstellungshallen, Buchladen, Café, Bibliothek und Lesesaal des Archivs (beides noch nicht eröffnet) sind allgemein zugänglich. Darüber liegt der gar nicht so große Plenarsaal, darüber wiederum der Präsidialbereich. Im Dachgeschoss gibt es einen Clubraum und eine Dachterrasse mit phantastischem Ausblick auf das Brandenburger Tor und auch den Reichstag.

Fazit: Zwar rumort es in der führungs- und orientierungslosen Akademie, das Haus ist nicht unumstritten und sein Potenzial längst nicht ausgenutzt, faszinierend ist es aber auf jeden Fall.

Ein paar Fotos…