Posts Tagged: Betriebssysteme

Command-line Fu

Eine interessante, neue(?) Fundsache für Geeks:

Command-line Fu < The best UNIX commands on the web

(via Haken)

Auf’m Campus #11 (SAP auf Win auf Mac)

Irgendwie ungewohnt, so eine häßliche, funktional überfrachtete Tastatur an einem, profanes WinXP auf einem iMac.

Noch mehr Memorabilien

Beim Aufräumen, im Keller, gefunden & nicht entsorgt sondern fürs Museum aufgehoben:

      

Ärger mit Linux

Mit Christian Kirsch hatte ich Anfang der 90er das erste Mal virtuell zu tun, es ging so weit ich mich erinnere um irgendeine Konfigurationsfrage in den Untiefen von XFree86. Ich schätze seitdem seine Sachkenntnis.

Nun hat er die Nase gestrichen voll von Linux auf dem Desktop, vom schon nicht mehr schleichenden Qualitätsverlust, von den ständigen Konzeptwechseln und damit einhergehenden neuen Baustellen zwischen den Versionen, z.B. bei den Filesystemen, der Soundunterstützung, der Grafikunterstützung. Kurz gesagt: ihm stinkt die fehlende Kundenorientierung.

Zwar geht es hier um Suse, und der Anlass ist die aktuelle Opensuse 10.3, aber man macht es sich mit einem Verweis auf andere Distributionen zu einfach. Irgendwann in ihren Lebenszyklen bauen alle ihren eigenen Mist. Nach dem letzten Linuxtag und dem darauf folgenden Antesten von Distributionen habe ich über den allerorten gefeierten Ubuntu-Kram nur kurz gelacht. Inzwischen kann ich dem eher konservativen Konzept des Original-Debian einen gewissen Reiz nicht mehr absprechen.

Wahl-Freiheit der Distribution schön & gut – aber eigentlich will ich arbeiten. Insofern möchte ich hier Kirschs letzte beiden Sätze unterstreichen:

Ein Schritt dahin könnte sein, den Anwender nicht als Opfer, sondern als Kunden zu sehen und statt fragwürdiger Verbesserungen im Untergrund ein kohärentes, intuitiv benutzbares, stabiles und gut dokumentiertes System bereitzustellen. Mac OS X existiert.

(sieh Editorial iX 12/2007)

Impressionen vom Linux-Tag

Nach Stuttgart (2001) und Karlsruhe (2002, 2003) war ich dieses Jahr ‚mal wieder auf dem LinuxTag, allerdings nur am letzten Messetag, am Samstag. – Schließlich fand der LinuxTag das erste Mal in Berlin statt.

Man kann an einem Tag sechs einstündige Vorträge schaffen und in der Zwischenzeit sich bei den Ausstellern noch detailliert mit Informationen versorgen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, würde ich sagen.

Zu sehen gab es nicht nur Linux (auffällig oft auf Apple-Hardware, den Intel-Macbooks) und jede Menge Open Source Software unter Linux. Zu sehen gab es auch einige Hardware, z.B. die auf jeweils eigene Art faszinierenden Sun X4600M2 8xAMD Opteron Server und OLPC-Laptop. Das interessanteste Projekt war OpenStreetMap mit keinem geringen Ziel als

Creating a free map of the world

Wer schon einmal, und wenn auch nur flüchtig, in die Büchse der Pandora der unterschiedlichen Copyrights beim gedruckten oder online befindlichen Kartenmaterial geschaut hat, kann das Verdienst der Akteure nur würdigen. Da die Daten mühsam via GPS aufgenommen, Straßennamen und anderes notiert, alles zusammen dann im wiki-like OSM-Editor gepflegt wird, und man auch zur Verifizierung nur eigene, freie Daten benutzt, geht die Sache nur langsam voran. Und die Serverhardware ächzt.

Was gibt’s von den besuchten Vorträgen zu berichten: Die Java- / J2EE-Spezialisten von Infopark (NPS) haben ihr erstes größeres Kundenprojekt mit Ruby on Rails gemacht – und zeigten sich begeistert von der Produktivität (etwa 100% Steigerung) und dem Komfort des Frameworks. Hinsichtlich Skalierbarkeit und Performance wird man sehen… Bei der parallelen Live-Installation von Ubuntu und Kubuntu ging mehr schief, als die Werbung verspricht… Das neue Feedback- und Umfragen-Modul von Moodle freut sich die Anwender, die es einsetzen. Es sieht aber so aus, als ob es auch nicht mehr kann als PHPSurveyor, pardon, LimeSurvey. Der interessanteste Vortrag für mich war der von Markus Wirtz von Open Source Press. Er setzte sich kritisch mit Richard Stallmans Freiheitsbegriff (siehe GPL) und dessen Übertragung von der Software auf das Verlagswesen auseinander. Wirtz hörte die von Stallman auf der FOSDEM 2005 erneut vorgetragenen Angriffe auf die Verleger. – Gute Bücher zu machen ist nämlich noch ‚mal etwas anderes als Cookbooks, Kurz-und-Gut-Hefte, Manuals, HowTos zu schreiben. Notwendig und sinnvoll ist beides.

Und es gab reichlich Munition zum Üben des Distributionen-Weitwurfs aka Installieren.



Solaris I

So viele DVDs von Sun: Solaris 10, Developer Tools, OpenSolaris Community Edition b57, Sourcen & Learning Materials, LiveCDs (für die Distributionen Belenix, Schillix und Nexenta).

Auf der alten Kiste (Athlon XP 1700+) links läuft noch der Nevada-Build 35 vom Frühjahr 2006. Ist es Zeit für ein Upgrade?

Das Free Starterkit bekommt man dort.

(Sun will Solaris und Linux näher zusammenbringen; Murdocks Wechsel wirkt schon?)

Enso

Aza Raskin von Humanized in TR über Enso, eine Benutzerschnittstelle zwischen Betriebssystem und Oberfläche, die sich an Benutzer anpasst: Enso setzt auf Sprache, auf textuelle Befehle statt auf Mausklickerei oder Widgets & Dashboards. Man drückt eine Taste, und gibt ein, was man tun möchte – das erinnert mich an den Emacs.

Normalerweise muss man die zu bearbeitenden Inhalte immer zu einer Anwendung bringen, die die passende Funktionalität besitzt. Enso nutzt die Leistungsfähigkeit natürlicher Sprache, um die Funktionalität zum zu bearbeitenden Inhalt zu bringen.

Zwei Nachteile hat Enso mindestens: erstens muss man wissen, was man tun möchte, und zweitens muss man tippen können. (Wär doch schön, gäbe es schon das ironic-Tag.)

(s.a. Interview auf Technology Review, Homepage und Demo von Humanized)