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Digitale Bohème und Grundeinkommen

Holm Friebe hat als Sprecher der Digitalen Bohème Forderungen in Sachen „Von der Grundsicherung zum Grundeinkommen“ formuliert. Er bezeichnet ein bedingungsloses Grundeinkommen als gebotenen zivilisatorischen Standard, ohne das damit ein gutes Leben abgesichert wäre. Das Dilemma sei, dass das Grundeinkommen für die emanzipatorische Politik so etwas sei, wie die „Blaue Blume“ für die Romantik es war: fast alle finden es erstrebenswert – aber gleichzeitig nicht durchsetzbar und praktikabel.

Die meisten Forderungen zielen auf bessere Rahmenbedingungen für Freiberufler und Selbstständige ab. Alle betreffend sind die mir sehr sympathischen Punkte „Abschied vom Normalarbeitstag“ sowie „Freies W-LAN“:

Am besten im gesamten Stadtgebiet. Insbesondere an sozialen Brennpunkten und in Armutsquartieren macht sich die digitale Spaltung als Bildungsgefälle mit allen sozialen Konsequenzen bemerkbar. Gerade für den Problemstandort Berlin würde eine derartige Initiative – nach dem Vorbild der Luftbrücke oder des 100-Euro-Laptops für Afrika – Sinn ergeben. Es wäre ein Schritt, der siechen Hauptstadt auf die Sprünge zu helfen, an dem Infrastruktur-Anbieter, Grosskonzerne, Stiftungen und die öffentliche Hand gemeinsam guten Willen beweisen könnten. Was Tallinn und Malaga können, können wir schon lange.

(via Wir nennen es Arbeit)