Posts Tagged: Bibliothek

Deutsche Nationalbibliothek: Einblicke

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Tag der offenen Tür am 31. Mai 2015 in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt.
Einige, meist während der Führungen, gemachte Fotos…

→ Datenschutz in Bibliotheken: Sie nennen es Service, dabei ist es Torheit

Roland Reuß gewohnt wortmächtig / überdrehend, aber vielleicht – wenn man das gelegentlich überzeichnende Firmen-Bashing ausblenden kann – zum Innehalten und Nachdenken anregend: …read more

Source: Instapaper Liked

s.a. dort 1, 2, 3 sowie hier im Blog 1, 2

Bücher aus französischem Säkularisationsgut

Begleitschreiben_Fischer

Gestern bekam die Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz ein neues Digitalisat:

Verzeichnis der ersten drei Lieferungen von Büchern aus französischem Säkularisationsgut mit Begleitschreiben G. Fischers an den Maire Macké vom 1.10.1801 (9 Vendemiaire X)

StB Mainz, Sig.: Hs III 84

(via H. J. Neuhaus)

ULB Darmstadt

Der Neubau der ULB Darmstadt wird langsam aber sicher in Betrieb genommen, von den Nutzern angenommen. Eindrücke bzw. Handyfotos von einem kurzen Besuch am Montag (19.11.2012) im vierten Stock, der der Mathematik, den Ingenieur- sowie den Naturwissenschaften vorbehalten ist.

s.a.

Bücher #2

Offene Bibliothek, am Feldbergplatz in Mainz

Unordentliches Wissen

David Weinberger, mir bekannt vom »Cluetrain Manifest«, befasst sich in seinem Buch »Das Ende der Schublade. Die Macht der neuen digitalen Ordnung« (Everything is Miscellaneous. The Power of New Digital Order) mit der Geografie und der Form, mit der Ordnung und der Unordnung, mit der Vergangenheit und der Zukunft des Wissens. Es ist ein Plädoyer für die Unordnung als natürliche Ordnung –

Die menschlichen Themen sind zu groß und zu schwammig, um gut in Schubladen zu passen.

–, wider hierarchisch durchgesetzte Taxonomien, pro bottom up erzeugtes bzw. dokumentiertes Wissen.

Eleanor Roschs Forschungen zeigen, dass Unordnung sozusagen zu unserer Essenz gehört. Sich vorzustellen, dass wir ohne Unordnung denken könnten, würde bedeuten, dass wir wie Computer denken würden – mit anderen Worten: dass wir überhaupt nicht denken würden.

Da bleibt natürlich ein nebenbei ausgeteilter Seitenhieb gegen die Don Quichotterien (?) der Semantic Web Projekte nicht aus:

Das Semantic Web soll das Web durch die Kraft der Metadaten schlau machen, manchmal allerdings auf eine Weise, die an Bemühungen der zweiten Ordnung, das Universum zu kategorisieren, erinnert.

Ein lesens- und bedenkenswertes Buch! Das Weinberger übrigens den Bibliothekaren widmete.

Corporate Wiki

Gartner & Co. reden ja schon einige Zeit davon, weisen schon seit ein paar Jahren dem Corporate Web 2.0, egal ob in Gestalt eines Blogs oder Wikis, seinen Platz auf ihrem Hype Cycle zu. Im Real Life sind mir – von meinem etwas abseitigen Standort aus gesehen – keine Fälle bekannt, bei denen die Experimentierphase vollständig überwunden wurde, bei denen mit diesen Tools ein für das Unternehmen oder die Organisation essentielles Wissensmanagement aufgebaut wurde.

Die Computerzeitung interviewt Gunter Dueck, der bei der IBM 2007 Bluepedia als Corporate Wiki initiiert hat. Dueck spricht vor allem und völlig zu Recht von der notwendigen Freiwilligleit, von der eigenwilligen Community, vom Faktor Mensch.

Technisch ist es kein Problem, aber die Community muss entstehen.

Und Dueck argumentiert gegen das Geschwafel vom unnützen, die Arbeitszeit vertändelnden Zeugs. Das kommt dann oft und gerne von denen, die wichtige Wissens-Fitzel via Telefon bei Kollegen suchen – für sie vielleicht effizient, die Angerufenen aber brutal störend.

Es gibt auch ein paar eigene Erfahrungen in der Sache. Im Sommer 2007 hatte ich ein Blog (und webbasierte Gruppenkalender) für das Bibliotheksteam aufgesetzt. Es soll die Kommunikation auch mit den vielen Teilzeitbeschäftigten und studentischen Hilfskräften verbessern. Alle rezipieren dies teils begeistert, es gibt keine Rundmails mehr. Der Sprung zur aktiven Teilnahme ist allerdings noch lange nicht geschafft.

Es lässt sich nicht erzwingen. Was tun?