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→ Vortrag Sybille Ebert-Schifferer «Quellenkritik und Methodenfallen in der Kunstgeschichte: Das Beispiel Caravaggio»

Jahresfeier der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz mit einem Festvortrag von Sybille Ebert-Schifferer über «Quellenkritik und Methodenfallen in der Kunstgeschichte: Das Beispiel Caravaggio» …read more

Source: Twitter


Costa Brava 2010

21 Tage Barcelona, Montserrat, Costa Brava, Cap de Creus (Wandern und Sightseeing, Mitte August bis Anfang September) sollen hier kursorisch dokumentiert werden. Die Stationen im Einzelnen: Barcelona – Les Fonts de Terrassa – Montserrat – Palamós – Begur – Pals – Torroella de Montgri – L’Escala / Empúries – El Port de la Selva – Cadaqués – Barcelona.

    
    


Die Liste der Eindrücke ist natürlich ellenlang, ich greife hier nur Einiges heraus.

Barcelona:
Miquel Barceló total, vor allem »La solitude organisative, 1983-2009« im CaixaForum (Barceló begeistert mich, wie schon vor einem Jahr in Venedig)
natürlich mein absoluter Architekturfavorit, der Pavillon von Mies van der Rohe (mit Georg Kolbes Morgenröte)
die Plätze in la Ribera, el Raval und el Gòtic
wie leicht es ist, seine Brieftasche los zu werden

Montserrat:
die Canyons, die die heutigen Rinnsale Riera del Morral und Riera del Moli östlich von Olesa de Montserrat schufen – damals, als sie noch wirkliche Flüsse waren
das Sommergewitter und die Bergtouren im Montserrat – in 1200m Höhe auf Felsen aus Muschelkalk zu sitzen ist ein gutes Gefühl
nach der Gipfelwanderung auf den Sant Jeroni Caravaggios »Hl. Hieronymus / Sant Jeroni« im Montserrat-Museum

Costa Brava:
das abendliche Leben in der Altstadt von Begur, vor allem auf dem Placa de Villa
die Geckos von Torroella de Montgri, und die Fiesta Mayor
die Ausgrabungsstätten griechischer und römischer Besiedlung von Empúries
die Sternschnuppe über El Port de la Selva
der Abstieg vom Kloster Sant Pere de Rodes nach Selva de Mar
der gut dreitägige Tramuntana auf dem Cap de Creus
die coolen Hunde und Katzen von Cadaqués

Ein paar Fotos und Tipps…

Frankfurter Buchmesse 2009

Die Frankfurter Buchmesse ist ohne Frage eine Institution von Rang für die Literatur, die Autoren, die Leser, die Verlage, die Gewerbe, die Stadt, die Medien, die Politik usw.. Doch professionelle Berichterstattung von diesem Ereignis hat auch etwas merkwürdige Seiten: neben der routinierten Schreibe über die Neuerscheinungen und dosierten Einblicken in die Verlagswelt findet man immer häufiger vor allem Berichte über die Empfänge und Parties (traurig, traurig, kaum noch Freigetränke) und andere Nebensächlichkeiten einer solchen Messe; enttäuschte Schnorrer und gelangweilte Groupies zeigen Zynismus, lassen Frust ab. Mit Verachtung blickt man auf die gemeinen Besucher, die die Hallen am Wochenende stürmen. [1]

Ich war gestern nach 2008 zum zweiten Mal dabei, samstags. Es begann in der übervollen S-Bahn nach Frankfurt, hier wie später dort dann die zahlreichen Gruppen der teils aufwändig kostümierten und geschminkten Manga- und Fantasy-Verehrer. Der erste Handzettel auf dem Fußweg vom Bahnhof zur Messe will mir von Polizisten in die Hand gedrückt werden: Sicherheitshinweise. (Wie auf Bahnhöfen derzeit begegnet man auch in den Messehallen einigen Polizei-Patrouillen; wird man sich daran gewöhnen müssen?) An der Kasse ist erstaunlich wenig los, in den Hallen später dann kommt es mir so vor, als wäre etwas weniger Andrang als im Vorjahr. Doch um dorthin zu gelangen, muss man sich erst noch den Weg durch das Spalier der teils verzweifelt, teils bemüht wirkenden Zettelverteiler bahnen.

So bunt und grell und gemischt wie das Angebot in den Filialen der Buchhandelsketten scheinen auch die Dispositionen des Publikums zu sein. Manche kommen nur, um Promis zu schauen. Die Ratgeber-Branche und die Fernsehsender sind mit ihren Podien auch da, um dieses Bedürfnis zu befriedigen. Ich schlendere von einem mir bekannten Verlag zum nächsten, entdecke einige mir unbekannte, nehme viele Bücher in die Hand, lese mich bei einigen mitten im Messetrubel fest, freue mich über sehr gut gemachte Editionen sowie Konstanten auf dem Buchmarkt: die Manesse-Büchlein und die Salto-Reihe von Wagenbach zum Beispiel.