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Fotoausstellung im April

Die 9. Darmstädter Tage der Fotografie widmen sich dem Thema „Projektion – Fotografische Behauptungen“. 46 Fotografen präsentieren Arbeiten, die sich auf ganz eigene Weise mit dem Wahrheitsanspruch des Mediums Fotografie auseinandersetzen. Im Zentrum stehen dabei die neuen technischen Möglichkeiten im digitalen Zeitalter und der Begriff des Fotografischen. Das Spektrum der Serien reicht vom Ausloten der Grenzen dessen, was als fotografisches Bild wahrgenommen wird, bis hin zu behaupteten Referenzen zur Realität.

Kunstfotografie. Hätte ich das Motto ernst genommen, wäre ich gewarnt gewesen. So war für mich unter den Hauptausstellungen auf der Mathildenhöhe einzig die Dialogausstellung von Studierenden des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt und der AKI Artesz Academy Enschede erfreulich. Konventioneller Umgang mit dem Medium, spannende Inhalte.

Fassade

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Fotoausstellung im Oktober

IMG_1230Dialoge 03: Transit: Orte

In der Kellergalerie der Schader-Stiftung in Darmstadt gibt es Fotografien von Rebecca Wilton und Florian Albrecht-Schieck zu sehen, große Formate von städtischen Orten, die in einem Übergangsstadium sind, z. B. im Verfall. Transit-Orte, die zu Nicht-Orten (Marc Augé) geworden seien.

Ich finde a) dass sich die Ausstellung vor allem wegen der Fotografien von Albrecht-Schieck lohnt und b) dass der Ausstellungsort selbst den Charme eines Nicht-Ortes im Sinne Augés, wie ich den Text erinnere, hat: anonym, austauschbar, da standardisiert bezeichnet und designed.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 28. Februar 2016.

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Sommer in der Stadt

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Urbane Orte #1

Darmstadt

Urbane Brachen #1

Da geht noch etwas: hübsche Brache in Darmstadt, Mornewegstr., Nähe Hauptbahnhof.

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Nicht dass man das zubauen sollte. Aber. – Klick für die volle Pracht.

[…] ich glaube aber, daß das Leben selbst Zweck sey

Heute endlich in der Georg-Büchner-Ausstellung in Darmstadt gewesen und positiv überrascht worden.

Auf einer Tafel zu einem Manuskript – Rezension eines Mitschüler-Aufsatzes über den Selbstmord, Wintersemester 1830/1831 – steht:

„[…] ich glaube aber, daß das Leben selbst Zweck sey, denn: Entwicklung ist der Zweck des Lebens, das Leben selbst ist Entwicklung, also ist das Leben selbst Zweck“, so schrieb Büchner als Gymnasiast. In seiner Probevorlesung in Zürich sagte er drei Monate vor seinem Tod: „Die Natur handelt nicht nach Zwecken, […] sondern sie ist in allen ihren Äußerungen sich unmittelbar selbst genug. Alles, was ist, ist um seiner selbst willen da.“

Dies soll mir als Gegengewicht zum für mich immer noch kaum erträglichen Volksgerichtshof-Wohlfahrtsausschuss-Zitat dienen, das aus «Dantons Tod» / Robespierres Mund und damit aus dem Kontext gerissen immer noch am Hauptbahnhof prangt.