Posts Tagged: Datensicherheit

Short Cuts #4

Mehrere Ziegelsteine liegen diesen Herbst in den Buchläden, darunter zwei Romane. Ich habe den dickeren – »Unendlicher Spaß« – erst einmal liegen lassen und mich für »2666« von Roberto Bolaño entschieden, vor allem deswegen. Zu beiden gibt es übrigens auch Blog-Projekte, da und da.

Aber vorerst noch muss ich mich durch den Sloterdijk hindurch üben.
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Apropos „Leben ändern müssen“: wir sollten vor allem fehlertoleranter werden! Nur so können wir überleben, jetzt schon, nicht erst wenn unsere Daten einmal alle in der Cloud liegen werden. Aber bei T-Mobile hat man zumindest im Call Center noch Humor, wie ich eben beim Versuch, mich zum Tarifwechsel zu überreden, erleben durfte. Aber vermutlich können sich die Agentinnen dort unter einem Backup auch nicht vorstellen, was es sein oder wozu es gut sein sollte: T-Mobile Sidekick Users Get Kicked in the Teeth (via)
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Noch einmal zum »Antichrist«. Ich muss da etwas Grundsätzliches nicht mitbekommen haben. Denn Lars von Trier wechselt mit der Ankündigung seines neuen Films erst 2010 ins unromantische Fach:

No more happy endings!


Zehn Thesen für eine datenschutzfreundliche IT

Informationstechnik transparent gestalten
Entscheidungsfreiheit des Betroffenen stärken
Datenschutzanforderungen frühzeitig berücksichtigen
Datenvermeidung und Datensparsamkeit
Nachprüfbarer Datenschutz
Voreingestellte Sicherheit
Vertraulichkeit der Kommunikation stärken
Datenschutz-Werkzeuge
Keine Persönlichkeitsprofile
Informationelle Selbstbegrenzung von Staat und Wirtschaft

Die Thesen sind einem Positionspapier vom 18.12.2006 des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar, entnommen.

Im Grunde werden diese berechtigten, maximalistisch anmutenden Forderungen mehr oder weniger und vor allem mit der Motivation, eine breite Akzeptanz zu erreichen, auch in offiziellen Studien des BSI, zuletzt in „Pervasive Computing: Entwicklungen und Auswirkungen (PerCEntA)“, aufgestellt.

Die Wirklichkeit sieht anders aus.