Posts Tagged: eGovernment

Einpacken, Aufbruch (6)

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin gibt sich ganz modern, natürlich auch mit seinem Frontend Bürgeramt. Und so wird auf der Webseite unter Kontakt prominent mit einer Mailadresse – Klick mich! – geworben.

Wenn man dort am 31. Januar eine einfache Anfrage in einer Meldeangelegenheit stellt und ein Ja- / Nein-Reply erwartet, dann wird man enttäuscht. Also schreibt man zum Beispiel am 5. Februar erneut, gibt auch seine volle postalische Anschrift an; vielleicht antwortet man ja nur ausgewiesenen Bürgern, wirklichen bezirklichen Schäfchen? Und wirklich: daraufhin setzt eine Sachbearbeiterin des Amtes am 8. Februar als Antwort ein Kreuz auf dem Formular (WiB 110 – Kurmitteilung – Allgemein / 05.03) und gibt dieses in die Hauspost. Zugestellt wird mir die Antwort dann am 14. Februar.

eGovernment wie es leibt und lebt.

Consulting 2.0

Behauptet habe ich es ja schon länger, dass in der üblichen Nicht-Kommunikation von Anwendern untereinander im – Öffentlichen Sektor – ein Veränderungspotenzial schlummert, das den Dienstleistern, wie Softwarehäusern und auch Consultern, das (Über-)Leben auf dem Markt schwer machen könnte. Desinformation, Teile & Herrsche und dergleichen mehr hätten weniger Chancen. Doch abgesehen von Kontakten auf Arbeitsebene funktioniert solch eine Kommunikation in Deutschland nicht. Auf der Managementebene ist das gegenseitige Anlächeln mit Abgrenzungsverhalten, Konkurrenzdenken und -angst unterfüttert.

Das in Britannien aufkommende „Consulting-free Consulting“ zeigt, dass es auch anders gehen kann.

(via computerwoche)

Wider dem Datensammeleifer

Unsere im Fachbereich „Informatik und Gesellschaft“ erarbeitete Position zum staatlichen Datensammeleifer, insbesondere zu ELENA, ist in eine offizielle Presseerklärung der GI e.V. eingegangen.

Kontrolle und Transparenz

Ich war am vergangenen Wochenende auf der Tagung »Transparenz durch Kontrolle / Kontrolle durch Transparenz« des GI-Fachbereiches Informatik und Gesellschaft. Spannende Vorträge und Workshops sowie Gespräche können im besten Fall zu neuen Erkenntnissen oder einer etwas anderen Sicht als bisher auf die Dinge führen. Hinsichtlich eGovernment & Demokratieabbau mithilfe soziotechnischer Infrastrukturkomponenten ist das beispielsweise der Fall, ich versuche das nachfolgend für mich zu ordnen.

Auf meiner Agenda standen die Keynotes von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP-MdB) und Klaus Brunnstein (IFIP-Präsident) sowie die Workshops „Demokratie und Online-Wahlen“, „Von der Payback- zur JobCard: Datenschutz, ein Auslaufmodell?“, „Informatik und Ethik: Fallbeispiele“ sowie „Wissenschaft oder Design“.