Posts Tagged: Fotoausstellung

Fotoausstellungen im Herbst/Winter 2016/17

Hanne van der Woude, Emmy’s World, Fotografie Forum Frankfurt (27.10.2016)

Sascha Weidner, Was übrig bleibt, Fotografie Forum Frankfurt (Vernissage am 9.12.2016, 3.1.2017, Finissage am 29.1.2017)

Pieter Hugo, Peripheral Dispataches, Galerie Priska Pasquer, Köln

Donaureise. Auf den Spuren von Inge Morath, Fotografie Forum Frankfurt (Vernissage am 24.2.2017, 28.2.2017)

Fotobücher 2016

Meine 2016er Neuzugänge (in der Reihenfolge ihres Auftretens):

Christopher Anderson, Son, Kehrer 2013 (Verlag)
Michael Kenna, Forms of Japan, Prestel 2015 (Perlentaucher)
Pierre Defaix, 2224 Kolkata, Peperoni Books 2015 (Verlag)
Julia Baier, In Tunes, Peperoni Books 2015 (Verlag)
Andreas Trogisch, Vineta 1985/1990, Peperoni Books 2016 (Verlag)
Double Elephant, Manuel Álvarez Bravo – Walker Evans – Lee Friedlander – Garry Winogrand, Steidl & Galerie Thomas Zander 2015 (Verlag)
Matthias Koch, Unheimlichkeit, Les Editions du Tanargue 2016 (Website)
Danila Tkachenko, Restricted Areas, Kehrer 2016 (Verlag)
Ursula Arnold, Arno Fischer, Evelyn Richter, Gehaltene Zeit, Kettler 2016 (Verlag)
Yamamoto Masao, Small Things in Silence, RM Verlag S.L. 2014 (Vimeo)
Sibylle Bergemann, 1941-2017 – Zum 75. Geburtstag, Kehrer 2016 (Verlag)
Sascha Weidner, Intermission II, Hatje Cantz 2016 (Verlag)

Die Ausstellung »Restricted Areas« von Danila Tkachenko hatte ich im Sommer in Arles gesehen. Die Ausstellung »Was übrig bleibt« mit 1001 Bildern des 2015 verstorbenen Sascha Weidner läuft noch bis Ende Januar im Fotografie Forum Frankfurt.

Fotoausstellungen im Juli – Les Rencontres de la Photographie 2016

3 Tage Mitte Juli, die Ausstellungen der 47. Les Rencontres de la Photographie locken.
Die gesehene Ausstellungen (in zeitlicher Reihenfolge):

„From Document to revelation. His photographs and legacy“ – Sid Grossman im Espace van Gogh
„END.“ – Eamon Doyle im Espace van Gogh
„Yokainoshima“ – Charles Fréger in der Église des Trinitaires
„Looking beyond the edge“ – Don McCullin in der Église Saint-Anne
„Parfaits Imperfections“ im Palais de L’Archevêché
„The method of loci“ – Stéphanie Solinas im Cloître Saint-Trophime
„Syrcas“ – Maud Sulter in der Chapelle de la Charité
„More sweetly play the dance, 2015“ – William Kentridge im Atelier de la formation
„Systematically open?“ – Walead Beshty, Elad Lassry, Zanele Muholi und Collier Schorr im Atelier de la mécanique
„Radical relation“ – Ethan Levitas / Garry Winogrand in der Grande Halle
“A history of misogyny, chapter one: on abortion“ – Laia Abril im Magazine Électrique
„Carte blanche Olympus“ – Michael Ackerman im Palais de Luppé
„Pas de deux“ – Kazuo Ohno by Eikoh Hosoe and William Klein in der Chapelle du Méjan
„The bench“ – Hans Silvester in der Chapelle du Méjan
„Restricted areas“ – Danila Tkachenko in der Chapelle du Méjan
„Phenomena, a close encounter with a reality of aliens and UFOs“ – Sara Galati, Peter Helles Eriksen und Tobias Selves Markussen im Ground Control
„Tear my bra“ – Gruppenausstellung über Drama und Fantasy in Nollywood, im Ground Control
„Operation Condor“ – João Pina im Musée Départemental Arles Antique
„Lady Liberty“ – The photographic making of an icon, im Musée Départemental Arles Antique
„Nothing but blue skies“ – 9/11 in den Medien, in der Chapelle Saint-Laurent le Capitole
„Battlefields“ – Yann Morvan in der Chapelle Saint-Laurent le Capitole
„Western colors“ – Bernard Plossu im Salle Henri-Comte

.

Für mich ragten dabei die Ausstellungen END von Eamon Doyle (zu seinem Buch mit Dubliner Straßenporträts), Pas de deux von Eikoh Hosoe und William Klein, Radical relation von Ethan Levitas / Garry Winogrand, Battlefields von Yann Morvan sowie Restricted areas von Danila Tkachenko heraus.
So reizvoll der Mix von Antike und Moderne, von römischen Ruinen und mittelalterlichen Kirchen für die Präsentation der Fotografie ist: Der Parc des Ateliers wird, so mein Tipp, künftig noch stärker auftrumpfen, wenn nicht dominieren. (Der Turm von Frank Gehry – Center for Human Dignity and Ecological Justice – soll 2018 übergeben werden.)

.

Die ersten beiden Aufnahmen sind aus der Ausstellung END von Eamon Doyle im Espace van Gogh (1. Etage). Alle anderen Aufnahmen sind im Parc des Ateliers der LUMA Arles entstanden.

Fotoausstellung im April

Die 9. Darmstädter Tage der Fotografie widmen sich dem Thema „Projektion – Fotografische Behauptungen“. 46 Fotografen präsentieren Arbeiten, die sich auf ganz eigene Weise mit dem Wahrheitsanspruch des Mediums Fotografie auseinandersetzen. Im Zentrum stehen dabei die neuen technischen Möglichkeiten im digitalen Zeitalter und der Begriff des Fotografischen. Das Spektrum der Serien reicht vom Ausloten der Grenzen dessen, was als fotografisches Bild wahrgenommen wird, bis hin zu behaupteten Referenzen zur Realität.

Kunstfotografie. Hätte ich das Motto ernst genommen, wäre ich gewarnt gewesen. So war für mich unter den Hauptausstellungen auf der Mathildenhöhe einzig die Dialogausstellung von Studierenden des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt und der AKI Artesz Academy Enschede erfreulich. Konventioneller Umgang mit dem Medium, spannende Inhalte.

Fotoausstellung im März

Im Fotografie Forum Frankfurt: Susan Meiselas – »Carrying the Past, Forward« (08.03-05.06.2016)

am Abend der Ausstellungseröffnung gemachtes Foto eines Ausschnitts einer Fotografie Meiselas von 2007 von einem Memorial für die Anfal-Opfer im Norden Iraks

am Abend der Ausstellungseröffnung gemachtes Foto eines Ausschnitts einer ausgestellten Fotografie Meiselas von 2007: ein Memorial für die Anfal-Opfer im Norden Iraks

Diese erste große Ausstellung der Magnum-Fotografin in Deutschland zeigt Fotografien aus zwei umfangreichen Werkgruppen, die um »Kurdistan: In the Shadow of History« sowie um »Crossings« angeordnet sind. Zu den Fotografien gehören Meiselas dokumentarische Exponate: Interviews, handgemachte Bücher, Archivmaterialien, Projektionen. Susan Meiselas Fotoreportage über die Anfal-Operation des Irak 1988/89 in Kurdistan wird ergänzt mit Rechercheergebnissen zur Geschichte der kurdischen Bevölkerung, mit Ergebnissen aus Erinnerungsworkshops sowie Filmen der Fotografin.
»Crossings« zeigt frühe Arbeiten aus dem sandinistischen Nikaragua und aus El Salvador. Meiselas kehrte später an diese Orte zurück, suchte und fand einst fotografierte Menschen. Diese dokumentierten Treffen und Interviews sind nun Bestandteil von »Crossings« – wie auch die in den frühen 1990er Jahren fotografierten Migrationsbewegungen entlang der U.S.-mexikanischen Grenze.

Man sieht in der Ausstellung unglaublich viel Elend, viele Tote, Massengräber, zerstörte Ortschaften. Doch Susan Meiselas ist keine Kriegsfotografin, sondern eher eine Konflikt- oder Krisenfotografin. Sie geht an die Herde und dokumentiert und zeigt uns die Folgen, auch Hoffnung. Man sieht in der Ausstellung kaum ein Bild, das man als gelungenes Einzelbild bezeichnen möchte. Man sieht viel mehr, denn man sieht über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg beobachtete Zusammenhänge.