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Fotoausstellung im März

Im Fotografie Forum Frankfurt: Susan Meiselas – »Carrying the Past, Forward« (08.03-05.06.2016)

am Abend der Ausstellungseröffnung gemachtes Foto eines Ausschnitts einer Fotografie Meiselas von 2007 von einem Memorial für die Anfal-Opfer im Norden Iraks

am Abend der Ausstellungseröffnung gemachtes Foto eines Ausschnitts einer ausgestellten Fotografie Meiselas von 2007: ein Memorial für die Anfal-Opfer im Norden Iraks

Diese erste große Ausstellung der Magnum-Fotografin in Deutschland zeigt Fotografien aus zwei umfangreichen Werkgruppen, die um »Kurdistan: In the Shadow of History« sowie um »Crossings« angeordnet sind. Zu den Fotografien gehören Meiselas dokumentarische Exponate: Interviews, handgemachte Bücher, Archivmaterialien, Projektionen. Susan Meiselas Fotoreportage über die Anfal-Operation des Irak 1988/89 in Kurdistan wird ergänzt mit Rechercheergebnissen zur Geschichte der kurdischen Bevölkerung, mit Ergebnissen aus Erinnerungsworkshops sowie Filmen der Fotografin.
»Crossings« zeigt frühe Arbeiten aus dem sandinistischen Nikaragua und aus El Salvador. Meiselas kehrte später an diese Orte zurück, suchte und fand einst fotografierte Menschen. Diese dokumentierten Treffen und Interviews sind nun Bestandteil von »Crossings« – wie auch die in den frühen 1990er Jahren fotografierten Migrationsbewegungen entlang der U.S.-mexikanischen Grenze.

Man sieht in der Ausstellung unglaublich viel Elend, viele Tote, Massengräber, zerstörte Ortschaften. Doch Susan Meiselas ist keine Kriegsfotografin, sondern eher eine Konflikt- oder Krisenfotografin. Sie geht an die Herde und dokumentiert und zeigt uns die Folgen, auch Hoffnung. Man sieht in der Ausstellung kaum ein Bild, das man als gelungenes Einzelbild bezeichnen möchte. Man sieht viel mehr, denn man sieht über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg beobachtete Zusammenhänge.

Fotoausstellungen im Dezember

»Marilyn und andere Diven: Remembering Sam Shaw. 60 Jahre Fotografie« in den Opelvillen Rüsselsheim, 25.11.2015-28.02.2016)

Noch einmal zu »Serge Clément. Dépaysé« im Fotografie Forum Frankfurt (21.11.2015–31.01.2016), zu den beeindruckenden Schwarz-Weiß-Fotografien urbaner Einsamkeit. (s.a. die Besprechung bei MONOVISION)

Axel Hütte. »Ferne Blicke« – Ausstellung in der Kunstsammlung der DZ Bank, Frankfurt, 02.12.-27.02.2016
Die subjektive Wahrnehmung von Landschaft, fast malerisch umgesetzt, weitgehend ohne Schatten, oft wird der freie Blick (teilweise) verstellt, “gerahmt”.

Fotoausstellungen im November

»Déjà-vu in der Fotokunst« – Ausstellung in der Kunstsammlung der DZ Bank, Frankfurt, 15.09.-21.11.2015
Ein Wiedersehen der Museumsbilder von Evelyn Richter. Sehr schön auch Axel Hüttes Italienbilder sowie Tim Rauterts »New York (Wellington Hotel)«, an »Nighthawks« von Edward Hopper erinnernd bzw. dessen Bildsprache verwendend.

»Serge Clément. Dépaysé« – Die Ausstellung im Fotografie Forum Frankfurt (21.11.2015–31.01.2016) präsentiert fünfzig Schwarz-Weiß-Fotografien und ein überdimensionales Künstlerbuch des kanadischen Fotografen: beeindruckende Bilder urbaner Einsamkeit.

Fotoausstellungen im März

Gesehen in dieser zeitlichen Reihenfolge:

Alexander Rodtschenko u.a., »Wir müssen den Schleier von unseren Augen reißen«, Fotografie und Zeichnung der russischen Avantgarde aus der Sammlung der Sepherot Foundation. Eine Bilderreise zum Neuen Sehen in der Fotografie der russischen Avantgarde.
17. Dezember 2014 bis 8. März 2015 in den Opelvillen Rüsselsheim

»AUGEN AUF! 100 Jahre Leica Fotografie«, ausgewählte Aspekte der Kleinbildfotografie – von journalistischen Strategien über dokumentarische Ansätze bis hin zu freien künstlerischen Positionen.
Fotografie Forum Frankfurt, 13.03.-21.05.2015

»Ori Gersht, NaturGewalten. Filme und Fotografien«, die erste umfassende Einzelausstellung in Deutschland.
15. März bis 14. Juni 2015 im Sinclair-Haus der Altana-Kulturstiftung in Bad Homburg

»52 WOCHEN, 52 STÄDTE – Fotografien von Iwan Baan«, eine Art visuelles Reisetagebuch, den Blick des Weltenbürgers Baan auf die globalisierte Architektur illustrierend, im Fokus den Slum ebenso wie die Boomtown.
21. Februar bis 14. Juni 2015, DAM — Deutsches Architekturmuseum Frankfurt