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Depardieu

Danke, Katja Nicodemus, für dieses tolle Interview mit Gérard Depardieu!

GD: Ein Körper ist nicht genug. Ich mag auch keine Frauen, die sich nur als Weibchen gebärden. Ich finde Menschen interessanter und auch irgendwie vollständiger, in denen mehrere Optionen angelegt sind. Egal für welche man sich dann im Leben entscheidet.
KN: In Chanson d’Amour haben Sie eine romantische Beziehung zu Cécile de France. Sie wirkt viel härter und cooler als Sie.
GD: Ich spiele den unglücklich Verliebten. Sie ist der moderne unromantische Typus, immer am Computer und am Handy. Auch dadurch kehren sich die Rollenverhältnisse um. Die Rolle des femininen Mannes entspricht mir sehr. Bis vor kurzem war ich mit Carole Bouquet zusammen. Sie ist ein sehr harter Frauentyp. Auf der Leinwand wie auch im Leben. Das habe ich immer an ihr bewundert.
KN: Haben Sie denn irgendwelche Vorbilder?.
GD: Ja. Catherine Deneuve. Sie ist der Mann, der ich immer sein wollte.

Wer hätte gedacht, dass man sich mit Depardieu über Geschlechterfragen unterhalten kann?

Den Film Chanson d’Amour gab’s übrigens auch auf der Heiligen Preview Nigth der Berliner Yorck-Gruppe; er ist wegen der Zwischentöne durchaus sehenswert.

(Das Interview steht in der aktuellen Zeit.)