Posts Tagged: Informatik

→ Gumbrecht – Digital/Pausen: Geist der Software: an Insider’s View

Hans Ulrich Gumbrecht fragt sich,

wo der Geist in der Gegenwart angekommen ist und wo er — Widerspruch wie produktives Weiterdenken anregend – nun strahlt, anders formuliert: zu fragen, wo jedes Jetzt sein intellektuelles Zentrum hat

Er wird nach Gesprächen mit einem Softwareingenieur im Silicon Valley (Oracle) fündig und orakelt auch, was Quantum Computers bringen wird. …read more

Source: Instapaper Liked

→ eine Frau mit Cowboyhut und Gitarre singt eine „Ode an die Künstliche Intelligenz“

Der Film «Computer Chess» von Andrew Bujalski, besprochen bei Telepolis und in der filmgazette
…read more

Source: Twitter

→ Aus dem Paläoweb – iX

20 Jahre Massenmedium Web, hier meine Mosaic-Disketten.

Das Netz – Lutz Dammbeck

Lutz Dammbecks Film »Das Netz« war 2005 Thema hier im Blog. Da Michael Wald die Videos in der Tube gefunden und verlinkt hat, gibt es hier ein kurzes Auftauchen.

(alle 12 Teile)

Wo ist mein Selbst?

Der Mainzer Philosophieprofessor Thomas Metzinger (u.a. »Der Ego-Tunnel«) im Telepolis-Gespräch über Gehirnforschung und Philosophie – es geht viel um Begriffe, konkret um den des Gedankenlesens, es geht um Pillen und Implantate zur Leistungssteigerung, und es geht um Selbstmodelle und unser „Ich“ in einer virtualisierten Welt. Den ersten Teil des Gespräches gibt es derzeit nur im Telepolis-Special MENSCH+ (als Print oder als eBook), der zweite Teil ist auch online abrufbar.

Metzinger spricht im ersten Teil auch über das Projekt „Virtual Embodiment and Robotic Re-Embodiment (VERE)“ und dabei über die Frage,

ob man das Selbstbewusstsein in virtuelle Körper, in Avatare oder eben in Roboter dauerhaft transferieren, also vollständig in einen zweiten Körper übersetzen kann. Da spielen neu entwickelte Gehirn-Computer-Schnittstellen (BCI) eine Rolle und tatsächlich sind bereits erste Erfolge zu verzeichnen. Zum Beispiel ist es gelungen, direkt über ein drahtloses Brain-Computer-Interface einen Roboter mit Bewegungsvorstellungen zu kontrollieren (durch Offline-Simulation einer Körperbewegung mit dem eigenen Selbstmodell im Gehirn; das nennt man ein motor imagery-BCI). Der Roboter bewegt dasselbe Körperteil wie der Proband in seiner Vorstellung und man kann mittels einer Spezialbrille auch gleichzeitig durch dessen Kamera-Augen sehen. Wo ist Ihr selbst, wenn Sie mit der Gedankenkraft so einen kleinen Roboter zum Laufen bringen, ihn dann umdrehen lassen und Ihren physischen Körper durch die Augen des Roboters von außen betrachten? Es ist also prinzipiell möglich, über einen drahtlosen Link mit dem eigenen Selbstmodell direkt das Körpermodell eines Roboters zu steuern.

Zitat aus: Reinhard Jellen, »Und morgen ein iPhone im Kopf?«, Gespräch mit Thomas Metzinger, Telepolis special 01/2012, S. 81; Hervorhebung von mir