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ueber morgen: A Scanner Darkly

  

Im Rahmen des ueber morgen Filmfestivals zeigt der Mainzer CCC am 25.04.2008 im hiesigen Capitol Linklaters Dick-Verfilmung »A Scanner Darkly«.

(Tipp vom Haken, Flyer vom CCCMZ)

Zum Verfall des Privaten

Ich möchte Stefan Münz – nicht spontan sondern wohl überlegt – zustimmen, wenn er die Dramatisierer ins Visier nimmt, die den angeblich (aus ihrer Perspektive) unbedachten Verlust der Privacy in Zeiten von Web 2.0 beklagen:

Ihr lieben gesellschaftskulturellen Mainstream-Kritiker: bitte seid doch etwas kritischer mit euch selbst! Schließlich ist eure veröffentlichte Stimme ja auch euer Ich, und irgendjemand anderes könnte die so wie sie ist dumm und peinlich finden – vielleicht euer Arbeitgeber oder euer nächster Lebensabschnittspartner in spe. Versucht euch zu erinnern, dass ihr früher doch immer gegen den ganzen Privatisierungskram wart, und dass ihr oft genug selber erwähnt habt, dass “privare” das lateinische Wort für “rauben” sei. Vielleicht lernen diejenigen, die sich frühzeitig in Social Networks verewigen, viel eher die Lektion, mit offenem Visier durchs Leben zu gehen, zu Vergangenem zu stehen, weil es nachlesbar ist und sich schlecht verklären lässt.


Wider dem Datensammeleifer

Unsere im Fachbereich „Informatik und Gesellschaft“ erarbeitete Position zum staatlichen Datensammeleifer, insbesondere zu ELENA, ist in eine offizielle Presseerklärung der GI e.V. eingegangen.

eVoting, Berechenbarkeit et.al.

Die papierne Computerzeitung bringt einen Artikel zum Stand der Diskussion in Sachen stationärer Wahlcomputer und eVoting (weiterhin am Pranger). Die Redaktion lässt keinen eigenen Standpunkt erkennen, hofiert die befürwortende Industrie, gibt als GI-Mitglieder-Präsent den kritischen Stimmen innerhalb der GI aber ebenfalls eine Stimme. – Online gibt es eine kleine Quellensammlung: Literatur und Links zu elektronischen Wahlsystemen.

Dabei habe ich ein etwas älteres Interview mit dem Sprecher des Fachbereiches „Informatik und Gesellschaft“ Martin Warnke anläßlich der Tagung „Kontrolle durch Transparenz / Transparenz durch Kontrolle“ gefunden, in dem er sachlich und informativ auf ziemlich unbedarfte, teils dümmliche Fragen antwortet.

Kontrolle und Transparenz

Ich war am vergangenen Wochenende auf der Tagung »Transparenz durch Kontrolle / Kontrolle durch Transparenz« des GI-Fachbereiches Informatik und Gesellschaft. Spannende Vorträge und Workshops sowie Gespräche können im besten Fall zu neuen Erkenntnissen oder einer etwas anderen Sicht als bisher auf die Dinge führen. Hinsichtlich eGovernment & Demokratieabbau mithilfe soziotechnischer Infrastrukturkomponenten ist das beispielsweise der Fall, ich versuche das nachfolgend für mich zu ordnen.

Auf meiner Agenda standen die Keynotes von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP-MdB) und Klaus Brunnstein (IFIP-Präsident) sowie die Workshops „Demokratie und Online-Wahlen“, „Von der Payback- zur JobCard: Datenschutz, ein Auslaufmodell?“, „Informatik und Ethik: Fallbeispiele“ sowie „Wissenschaft oder Design“.